Die Ärzte des Maidan bitten die internationale Gemeinschaft, Einfluss auf die Regierung der Ukraine zu nehmen

11. Februar 2014 • Archiv

Die Ärzte des Maidan appellierten an die internationale Gemeinschaft, die ukrainischen Behörden zu beeinflussen, damit die Polizei sie bei ihrem medizinischen Einsatz nicht behindere.

Eine derartige Botschaft der Ärzte, Medizinstudenten und des medizinisches Dienstes von Freiwilligen an die internationalen Organisationen hat Oleh Musiy, der medizinische Koordinator des Maidan im Stab des Nationalen Widerstands am Sonntag verkündet.

Die Botschaft besagt, dass die Ärzte, die medizinische Hilfe für die Betroffenen in unmittelbarer Nähe an den Orten der Zusammenstöße der Polizei mit Demonstranten sowie in den medizinischen Einrichtungen bieten, von der Polizei brutal und menschenunwürdig behandelt werden. Darüber hinaus werden sie von den Behörden unter Druck gesetzt und zu rechtswidrigen Handlungen gezwungen. So erklären die Ärzte, dass sie bei Massenaktionen von der Polizei geschlagen und beschossen wurden, die Pflegestellen wurden angegriffen, die Ärzte werden gezwungen, die Polizei über verletzte Protestierenden zu informieren. All dies wird durch zahlreiche Medienberichte und Video-Aufnahmen im Internet bestätigt. Die Rechte der Ärzte werden weiterhin verletzt, Tendenz steigend.

Dieser Appell wurde von allen Mitarbeitern des medizinischen Dienstes des Maidan unterzeichnet.

Laut Musiy wurden innerhalb von zwei Monaten offiziell mindestens 20 Fälle von verletzten Ärzten registriert, inoffiziell gehe es um hundert Ärzte. In dieser Zeit haben die Ärzte ca. 70.000 Kranken und Verletzten geholfen, von Erkältungen und Bluthochdruck bis zur Behandlung von Verwundeten.

Gleichzeitig werden die Ärzte unter Druck gesetzt, gegen sie wurden zwei Strafverfahren wegen Organisation von Massenunruhen eingeleitet.

Wie bereits berichtet, wurden am 6.Februar zwei junge Männer im Alter von 20 und 16 Jahren beim Auspacken eines Pakets mit der Aufschrift „Medizin“ durch die Explosion des Pakets im Stabspital in Kyiv schwer verletzt. Der zwanzigjährige Roman Dzivinskyi und der sechszehnjährige Nazar Derzhylo wurden zuerst nach Lviv gebracht, Tage später wurde Nazar Derzhylo aus Sicherheitsgründen in Begleitung von zwei Abgeordneten nach Polen zur Behandlung gebracht, damit die Polizei ihn nicht belästigen kann. Roman Dzivinskyi ist ohne Bewußtsein, er hat eine Hand und drei Finger der anderen Hand verloren, Augen und Gesicht sind stark verbrannt.

Quelle: zik.ua

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