Dmitry Tymchuk: Schikanen gegen Verweigerer der russischen Staatsbürgerschaft auf der Krim

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Dmitry Tymchuk (Arbeitsgruppe “Informations-Widerstand” am Kyiwer Zentrum für Militär- und Politikforschung):

Laut Quellen des “Informations-Widerstands” (Information Resistance) wird der Prozess der “Verweigerung der russischen Staatsbürgerschaft” auf der Krim zu einem Mechanismus der Identifikation und Verfolgung von Menschen, die nicht loyal zu Moskau stehen.

Insbesondere ist das Verfahren an sich für diejenigen Menschen, die nicht bereit sind, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen, extrem kompliziert und erfordert bis zu einer Woche der Schreibarbeit und Anstehen in Schlangen an den russischen Migrationsdienst- Ämtern.

Gleichzeitig erhalten Bürger, die sich entschieden haben, die russische Staatsbürgerschaft zu verweigern, “Hausbesuche” von den Vertretern der örtlichen sogenannten “Selbstverteidigungskräfte”, die verlangen, dass diese Bürger die Krim verlassen sollten. Ihre Forderungen sind häufiger mit Androhungen von körperlicher Gewalt begleitet.

Wir haben solche Vorfälle in Simferopol und Sudak registriert.

Es ist offensichtlich, dass diese Provokationen mit der aktiven Beteiligung des russischen Migrationsdienst organisiert sind, der die Namen und Adressen der Bürger, die “nicht loyal” gegeüber den lokalen Banden sind, übermittelt.

Es ist erwähnenswert, dass die unfreiwillige Zuerkennung der russischen Staatsbürgerschaft für Bürger der Krim, ohne ihre Zustimmung, eine flagrante Verletzung des Völkerrechts darsstellt.

(Quelle: Dmitry Tymchuk – Facebook)

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