Kreml-Denkfabrik bestätigt enge Bindungen mit dem Kreml und dem neuen griechischen Premier

Da gibt es Dementis, „Nicht-Dementi-Dementis“ und dann Dementis, die den Effekt haben, daß sie genau das bestätigten, was die, die dementiert haben, leugnen wollen.

Da gibt es Dementis, „Nicht-Dementi-Dementis“ und dann Dementis, die den Effekt haben, daß sie genau das bestätigten, was die, die dementiert haben, leugnen wollen.  

Russland

Artikel von: Paul A. Goble
Quelle: Euromaidan Press English

Da gibt es Dementis, „Nicht-Dementi-Dementis“ und dann Dementis, die den Effekt haben, dass sie genau das bestätigten, was die, die dementiert haben, leugnen wollen. Außerdem bringen sie noch zusätzliche Informationen. Ein klassisches Beispiel für Letzteres hat der Chef einer Kreml-Denkfabrik gegeben, als er versuchte, die Beziehungen eines früheren Mitarbeiters herunterzuspielen.

Wie Ksenia Kirillowa auf Nowj Region 2 dokumentierte, räumt der Chef des Russischen Instituts für Strategische Studien (RISI), einem früheren Mitarbeiter des russischen Auslandsgeheimdiensts SVR und jetzigem Mitarbeiter der Präsidialverwaltung, ein, dass seine Institution „im Verlauf des vergangenen Jahres aktiv mit Analysten der griechischen SYRIZA zusammengearbeitet hat“, und dass deren Chef, der neue griechische Premierminister, RISI besucht hat.

Das Eingeständnis kam im Verlauf einer Presseerklärung von RISI-Direktor Leonid Reschetnikow, einem pensionierten Generalleutnant und betraf Erklärungen von Aleksandr Sytin, seinem früheren Mitarbeiter, über RISIs Verwicklung in die Planung des russischen Anschluss der Krim, des Kriegs im Donbas und der gegenwärtigen Versuche von RISI, dazu aufzurufen, „pro-russische“ Gruppen in Belarus auf der Basis von Verbindungen mit den dortigen Sicherheitsdiensten zu gründen.

Mit seinen Bemerkungen beabsichtigte Reschetnikow ganz klar, herunterzuspielen, was Sytin gesagt hatte, doch faktisch dienten die Worte des Direktors dazu, in großem Stil das zu bestätigen, was der russische Analyst gesagt hatte. Wie Kirillowa feststellt, hatte der Direktor gesagt, dass im Laufe des Jahres 2014, „das Institut … mehr als 600 analytische Materialen für diejenigen vorbereitet hat, die in die Außenpolitik unseres Landes involviert sind.“

Als Antwort darauf, so der ehemalige General, erhielten das Institut und seine Angehörigen „für viele von ihnen eine sehr positive Rückmeldung von den Politik-bestimmenden Regierungsorganen.“ Ganz klar, so zumindest im Kopf von Reschetnikow, ist RISI nicht nur eine Stimme unter Vielen, sondern ein Key Player des politischen Prozesses in Moskau.

Mehr noch – RISI fährt fort, eine Rolle zu spielen, die weit über die Ukraine hinausgeht. Reschetnikow bemerkte, dass die RISI-Analysten „der Situation“ in den früheren Sowjetrepubliken und darüberhinaus „große Aufmerksamkeit gewidmet“ hätten, genauso den wirtschaftlichen Problemen.

Doch was vielleicht noch faszinierender ist: Reschetnikow unterstrich die enge Zusammenarbeit mit Alexis Tsipras, dem neuen griechischen Premierminister, von dem man außerdem annimmt, dass er über enge Bindungen zum Eurasien-Ideologen Aleksandr Dugin verfügt, der seinerseits ein großer Befürworter von Putins “Novorossiya”-Programm ist.

Und damit niemand denkt, dass RISI das alles aus sich heraus macht, schloss Reschetnikow seine Feststellungen mit der Beobachtung, dass sein Institut „eine korrekte Regierungsposition einnimmt. Und aus voller Überzeugung“, wie er sagt, „werden wir diese Linie weiter verfolgen.“ Worte, die jeden das Fürchten lehren können, die wegen der aggressiven Positionen, die Reschetnikow und RISI jetzt eingenommen haben, besorgt sind.

Für Hintergrundinformationen über Sytin und RISI siehe meinen Artikel hier, Eurasia Daily Monitor 27.1. 15 (A.d.Ü.: Deutsche Übersetzung folgt)

Artikel von: Paul A. Goble
Quelle: Euromaidan Press English

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam

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