Donezk: Stadt der lebenden Toten – Fotoreportage

67-jährige Viktor Garashchenko sitzt in seinem zerbombten Haus. - Foto: Max Avdeev / Meduza

67-jährige Viktor Garashchenko sitzt in seinem zerbombten Haus. - Foto: Max Avdeev / Meduza 

Empfehlung, Krieg im Donbas, Kultur, Soziales

Artikel von: Max Avdeev / Meduza
Quelle: Meduza, 11. März 2015

Eine Rebellenrepublik versucht die Rückkehr in das zivile Leben. Eine Fotoreportage von Max Avdeev

Der brüchige Waffenstillstand in der Ostukraine ist seit Mitte Februar in Kraft. Beide Seiten des Konflikts sagen, dass die Artillerie und andere schwere Waffen langsam von der Front zurückgezogen werden, und die nun unter separatistischer Kontrolle stehenden Städte kehren allmählich wieder in das zivile Leben zurück. Der Fotograf Max Avdeev war während des Krieges in und um Donezk unterwegs. Jetzt ist er Zeuge der Waffenruhe. Meduza präsentiert Avdeevs neueste Foto-Reportage über das Leben während der Waffenruhe in der Hauptstadt der abtrünnigen Donezker Volksrepublik.

Bewohner von Donezk schauen über die Straße auf ein durch den Beschuss einer nahe gelegenen metallurgischen Fabrik beschädigtes Mehrfamilienhaus - Foto: Max Avdeev / Meduza

Bewohner von Donezk schauen über die Straße auf ein durch den Beschuss einer nahe gelegenen metallurgischen Fabrik beschädigtes Mehrfamilienhaus – Foto: Max Avdeev / Meduza

Wohnhaus in der Nähe eines Bergwerks in einem der am schlimmsten beschädigten Stadtviertel von Donezk. Die Einheimischen sagen, das Gebäude sei von Haubitzen der ukrainischen Armee getroffen worden, während eine nahegelegene Veranda von einer irrtümlich abgeschossenen Luftabwehrrakete der Separatisten zerstört worden sei. Diese Gegend liegt an der sogenannten "Berührungslinie", so dass sie von beiden Seiten unter Feuer liegt. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Wohnhaus in der Nähe eines Bergwerks in einem der am schlimmsten beschädigten Stadtviertel von Donezk. Die Einheimischen sagen, das Gebäude sei von Haubitzen der ukrainischen Armee getroffen worden, während eine nahegelegene Veranda von einer irrtümlich abgeschossenen Luftabwehrrakete der Separatisten zerstört worden sei. Diese Gegend liegt an der sogenannten “Berührungslinie”, so dass sie von beiden Seiten unter Feuer liegt. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Frau gießt Pflanzen im Botanischen Garten von Donezk. Die Öffnungszeiten der Anlage wurden von 8.00 bis 14.00 Uhr reduziert, und viele der Angestellten haben schon lange kein Gehalt mehr bekommen, aber sie arbeiten weiter, unterstützt von der Stiftung für seltene Pflanzen. - Foto: Max Avdeev / Port

Eine Frau gießt Pflanzen im Botanischen Garten von Donezk. Die Öffnungszeiten der Anlage wurden von 8.00 bis 14.00 Uhr reduziert, und viele der Angestellten haben schon lange kein Gehalt mehr bekommen, aber sie arbeiten weiter, unterstützt von der Stiftung für seltene Pflanzen. – Foto: Max Avdeev / Port

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein privater Boxclub am Rande der Stadt. - Foto: Max Avdeev / Port

Ein privater Boxclub am Rande der Stadt. – Foto: Max Avdeev / Port

Was vom Donezker Flohmarkt übrig blieb. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Was vom Donezker Flohmarkt übrig blieb. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein fünfstöckiges Gebäude wurde durch einen direkten Artillerietreffer zerstört. Drei Etagen des Gebäudes sind einfach verschwunden. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein fünfstöckiges Gebäude wurde durch einen direkten Artillerietreffer zerstört. Drei Etagen des Gebäudes sind einfach verschwunden. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Das Orchester spielt Schostakowitschs 7. Sinfonie mit dem Titel "Leningrad". - Foto: Max Avdeev / Meduza

Das Orchester spielt Schostakowitschs 7. Sinfonie mit dem Titel “Leningrad”. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Familie in der Prokofiew-Philharmonie in Donezk. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Familie in der Prokofiew-Philharmonie in Donezk. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Bücher und Schutt aus einem Privathaus, das von einer BM-21-Rakete zerstört wurde. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Bücher und Schutt aus einem Privathaus, das von einer BM-21-Rakete zerstört wurde. – Foto: Max Avdeev / Meduza

 Eine Reitschule am Rande der Stadt. Früher trainierten hier mehr als 100 Reitschüler. Jetzt sind es kaum 30. Der Reitlehrer ist dankbar, dass die Milizentruppen von der nahe gelegenen Basis helfen, Futter für die Pferde zu besorgen. - Foto: Max Avdeev / Port


Eine Reitschule am Rande der Stadt. Früher trainierten hier mehr als 100 Reitschüler. Jetzt sind es kaum 30. Der Reitlehrer ist dankbar, dass die Milizentruppen von der nahe gelegenen Basis helfen, Futter für die Pferde zu besorgen. – Foto: Max Avdeev / Port

Ein Privathaus wurde beim Beschuss von einer BM-21-Rakete zerstört. Nicht einmal der Keller überstand die Explosion. Im Hintergrund die Stadt Kondratjewka. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Privathaus wurde beim Beschuss von einer BM-21-Rakete zerstört. Nicht einmal der Keller überstand die Explosion. Im Hintergrund die Stadt Kondratjewka. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Priester führt durch die Ruinen seiner Kirche im Stadtbezirk Petrowka. Das Gebäude fing Feuer und brannte aus, nachdem es von einer Granate aus einer Haubitze getroffen worden war. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Priester führt durch die Ruinen seiner Kirche im Stadtbezirk Petrowka. Das Gebäude fing Feuer und brannte aus, nachdem es von einer Granate aus einer Haubitze getroffen worden war. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Stadtviertel Oktjabrskij, Donezk. -Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Familienfeier in Makejewka bei Donezk. Sascha, 15 Jahre alt, kämpfte im Laufe des Sommers bei den Kämpfen um den Donezker Flughafen in der 15. Internationalen Brigade der Separatisten. Seine Familie feiert heute den Geburtstag seiner älteren Schwester. Die Familie ist durch und durch Mittelklasse, aber sie unterstützten aktiv Saschas Entschluss, im Krieg zu kämpfen. Viele sind ehemalige Anhänger der Maidan-Bewegung, die Menschen um den Tisch sprechen manchmal Ukrainisch. Trotz ihrer Liebe für ukrainische Kultur sagen jedoch Saschas Mutter und Vater, dass sie nicht mehr an eine vereinte Ukraine glauben. - Foto: Max Avdeev / BuzzFeed News

Eine Familienfeier in Makejewka bei Donezk. Sascha, 15 Jahre alt, kämpfte im Laufe des Sommers bei den Kämpfen um den Donezker Flughafen in der 15. Internationalen Brigade der Separatisten. Seine Familie feiert heute den Geburtstag seiner älteren Schwester. Die Familie ist durch und durch Mittelklasse, aber sie unterstützten aktiv Saschas Entschluss, im Krieg zu kämpfen. Viele sind ehemalige Anhänger der Maidan-Bewegung, die Menschen um den Tisch sprechen manchmal Ukrainisch. Trotz ihrer Liebe für ukrainische Kultur sagen jedoch Saschas Mutter und Vater, dass sie nicht mehr an eine vereinte Ukraine glauben. – Foto: Max Avdeev / BuzzFeed New

    s Einige der Bewohner, die noch in der praktisch eingeebneten Stadt Wuhlehirsk am Stadtrand von Donezk verblieben sind. - Foto: Max Avdeev / Meduza

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Einige der Bewohner, die noch in der praktisch eingeebneten Stadt Wuhlehirsk am Stadtrand von Donezk verblieben sind. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Kassenraum in einem Einkaufszentrum in Donezk. Viele Bewohner in der Stadt erhalten ihre Renten und Sozialleistungen auf Bankkonten, die derzeit in der Donezker Volksrepublik nicht zugänglich sind. Ein Ausschuss wurde eingerichtet, um dieses Problem anzugehen. Das Büro überweist im Austausch gegen Bargeld das Guthaben von Privatpersonen auf seine Konten und kassiert dafür eine kleine Provision. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Kassenraum in einem Einkaufszentrum in Donezk. Viele Bewohner in der Stadt erhalten ihre Renten und Sozialleistungen auf Bankkonten, die derzeit in der Donezker Volksrepublik nicht zugänglich sind. Ein Ausschuss wurde eingerichtet, um dieses Problem anzugehen. Das Büro überweist im Austausch gegen Bargeld das Guthaben von Privatpersonen auf seine Konten und kassiert dafür eine kleine Provision. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine durch Artilleriefeuer zerstörte Bushaltestelle in Donezk. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine durch Artilleriefeuer zerstörte Bushaltestelle in Donezk. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Krankenhaus in Horliwka: Walja, 24 Jahre alt, und Wika, 5 Jahre alt, kommen aus Nowohorliwka, einem durch Artillerieangriffe schwer beschädigten Ort. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Krankenhaus in Horliwka: Walja, 24 Jahre alt, und Wika, 5 Jahre alt, kommen aus Nowohorliwka, einem durch Artillerieangriffe schwer beschädigten Ort. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein junger Mann wurde in der Nähe der entmilitarisierten Zone getötet. Er und seine Mutter wurden von einer Rakete getroffen. Sie überlebte und wurde in das Krankenhaus eingeliefert. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein junger Mann wurde in der Nähe der entmilitarisierten Zone getötet. Er und seine Mutter wurden von einer Rakete getroffen. Sie überlebte und wurde in das Krankenhaus eingeliefert. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Schutzraum in der Nähe des Kohlebergwerks Sasjadko. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Ein Schutzraum in der Nähe des Kohlebergwerks Sasjadko. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Am Rand von Jenakijewe, von wo aus die Separatisten ihre Artillerie abfeuerten. - Foto: Max Avdeev / BuzzFeed News

Am Rand von Jenakijewe, von wo aus die Separatisten ihre Artillerie abfeuerten. – Foto: Max Avdeev / BuzzFeed News

Eine Beerdigung auf einem Friedhof in Donezk. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Beerdigung auf einem Friedhof in Donezk. – Foto: Max Avdeev / Meduza

67-jährige Viktor Garashchenko sitzt in seinem zerbombten Haus. - Foto: Max Avdeev / Meduza

67-jährige Viktor Garashchenko sitzt in seinem zerbombten Haus. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Frau, die im Keller eines Hauses in Lohwynowe getötet wurde, etwa 80 Kilometer vom Zentrum von Donezk. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Eine Frau, die im Keller eines Hauses in Lohwynowe getötet wurde, etwa 80 Kilometer vom Zentrum von Donezk. – Foto: Max Avdeev / Meduza

Namenlose Gräber auf einem Friedhof in der Nähe von Donezk. - Foto: Max Avdeev / Meduza

Namenlose Gräber auf einem Friedhof in der Nähe von Donezk. – Foto: Max Avdeev / Meduza

 

Artikel von: Max Avdeev / Meduza
Quelle: Meduza, 11. März 2015

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

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