Denkmal für die Opfer des Holocaust in Mykolajiw geschändet

Foto: nikmedia.com.ua

Foto: nikmedia.com.ua 

24. März 2015 • Kultur, Politik

Artikel von: Halya Coynash, Charkiwer Menschenrechtsgruppe
Quelle: Charkiwer Menschenrechtsgruppe, 23.3.2015

Das Denkmal für die Opfer des Holocaust in Mykolajiw wurde erneut geschändet. In der Nacht zum 22. März wurde mit schwarzer Sprühfarbe ein Hakenkreuz sowie die Buchstaben NSNK auf das Denkmal geschmiert. Die ersten beiden Buchstaben stehen offensichtlich für Nationalsozialismus – und der Euro-asiatische Jüdische Kongress vermutet, dass die beiden anderen Buchstaben für Mykolajiw stehen könnten, das in russischer Sprache Nikolajew heißt.

mikolajiw1Das Denkmal wurde im Dezember 2011 von der jüdischen Gemeinde errichtet und wurde im Juni 2013 in kommunales Eigentum übertragen.

Dies ist nicht der erste derartige Angriff, über den hier berichtet wird, und der Kongress berichtet, dass das Denkmal zuvor schon im September 2012 sowie im März, Oktober und Dezember 2013 geschändet wurde.

[Das Forum zur Koordination des Kampfes gegen Antisemitismus berichtete über einen Vorfall mit Schmierereien an dem Denkmal im Januar 2014.]

Im Jahr 2013 beschmierten Neonazis auch im Zentrum von Mykolajiw eine Gedenktafel für Menachem Mendel Schneerson, den siebten und letzten Lubawitscher Rebbe.

Wie hier berichtet, wurde ein Versuch, die Synagoge in Mykolajiw im April 2014 in Brand zu setzen, durch das rasche Eingreifen eines vorbeifahrenden Autofahrers vereitelt, der nicht nur die Polizei rief sondern auch anhielten und mit dem Feuerlöscher aus seinem Auto die durch zwei Molotowcocktails verursachten Flammen löschen konnte. [Video der Überwachungskamera hier]

Keiner der Täter der oben genannten Verbrechen wurde gefunden.

Artikel von: Halya Coynash, Charkiwer Menschenrechtsgruppe
Quelle: Charkiwer Menschenrechtsgruppe, 23.3.2015

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

Schlagworte:, ,