Fotoserie: “Ein Hochsicherheitsmuseum” – die einzige Gulag-Gedenkstätte Russlands schließt ihre Pforten

Ein Zimmer für längere Besuche. Foto: Maxim Sher

Ein Zimmer für längere Besuche. Foto: Maxim Sher 

31. März 2015 • Empfehlung, Russland, Soziales

Quelle: Meduza 3.3.2015

Das Museum Perm-36 ist der einzige Gebäudekomplex aus dem stalinistischen Gulag, der heute noch in Russland steht. In der Sowjetzeit befanden sich viele Dissidenten in seinen Mauern: Wladimir Bukowski, Sergei Kowaljow und Hunderte von anderen politischen Gefangenen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde das Gebäude fast 18 Jahre lang  von einer lokalen Nichtregierungsorganisation als unabhängiges Museum betrieben. Im Jahr 2014 entschieden Beamte jedoch, es für den Staat zurückzufordern und beschlagnahmten das Gelände. Am 2. März 2015 erklärte der gemeinnützige Verein seine Auflösung, nachdem monatelange Verhandlungen mit dem Staat mit dem Ziel, das Gefängnis als öffentliches Museum der stalinistischen politischen Unterdrückung offen zu halten, gescheitert waren.

Meduza präsentiert hier eine Fotoserie von Maxim Sher über dieses einzigartige Museum.

Der Weg von der Fernstraße Perm-Tschussowoj in Richtung der Stadt Kutschino, in der Perm-36 liegt. - Foto: Maxim Sher

Der Weg von der Fernstraße Perm-Tschussowoj in Richtung der Stadt Kutschino, in der Perm-36 liegt. – Foto: Maxim Sher

Ein Wachmännerhaus für die Verwaltung und mit Räumen für Tagungen, im Obergeschoss die Wohnräume. Auf der rechten Seite: Eingangstor und Stacheldrahtzaun. Foto: Maxim Sher

Ein Wachmännerhaus für die Verwaltung und mit Räumen für Tagungen, im Obergeschoss die Wohnräume. Auf der rechten Seite: Eingangstor und Stacheldrahtzaun. Foto: Maxim Sher

Mehrere Reihen Zäune. Foto: Maxim Sher

Mehrere Reihen Zäune. Foto: Maxim Sher

Eine 'Schmonalowkva': ein Gebäude zwischen den Lagerbaracken und dem Arbeitsbereich, in dem die Häftlinge nach illegalen Gegenständen durchsucht wurden (renoviert). Foto: Maxim Sher

Eine ‘Schmonalowkva’: ein Gebäude zwischen den Lagerbaracken und dem Arbeitsbereich, in dem die Häftlinge nach illegalen Gegenständen durchsucht wurden (renoviert). Foto: Maxim Sher

Eine Häftlingsbaracke aus den 1940er und 1950er Jahren für 250 Insassen. Foto: Maxim Sher

Eine Häftlingsbaracke aus den 1940er und 1950er Jahren für 250 Insassen. Foto: Maxim Sher

Das Innere einer Häftlingsbaracke (renoviert). Foto: Maxim Sher

Das Innere einer Häftlingsbaracke (renoviert). Foto: Maxim Sher

Das Fenster einer Isolationszelle ("SchIZO"). Foto: Maxim Sher

Das Fenster einer Isolationszelle (“SchIZO”). Foto: Maxim Sher

Eine Motorsäge. Foto: Maxim Sher

Eine Motorsäge. Foto: Maxim Sher

Eine”'rote Ecke" in einer der Häftlingsbaracken. Hier schrieben Insassen die Briefe nach Hause. Foto: Maxim Sher

Eine”’rote Ecke” in einer der Häftlingsbaracken. Hier schrieben Insassen die Briefe nach Hause. Foto: Maxim Sher

Ein Zimmer für Kurzbesuche. Foto: Maxim Sher

Ein Zimmer für Kurzbesuche. Foto: Maxim Sher

Ein Zimmer für längere Besuche. Foto: Maxim Sher

Ein Zimmer für längere Besuche. Foto: Maxim Sher

Ein Guckloch in eine Isolierzelle. Foto: Maxim Sher

Ein Guckloch in eine Isolierzelle. Foto: Maxim Sher

Eine Baumallee, die eigentlich die Vorschriften verletzte, weil das gesamte Gefängnisgelände gut einsehbar sein musste. Die Bäume wurden im Zeitraum 1953-1972 gepflanzt, als viele ehemalige hochrangige Beamte des NKWD-KGB und des MVD inhaftiert waren. Foto: Maxim Sher

Eine Baumallee, die eigentlich die Vorschriften verletzte, weil das gesamte Gefängnisgelände gut einsehbar sein musste. Die Bäume wurden im Zeitraum 1953-1972 gepflanzt, als viele ehemalige hochrangige Beamte des NKWD-KGB und des MVD inhaftiert waren. Foto: Maxim Sher

Ein Wachhaus in der Hochsicherheitszone des Gefängnisses, etwa 500 Meter vom allgemeinen Gefängnisgelände. Diese Hochsicherheitszone, die einzige dieser Art in der späten Sowjetzeit, wurde im Jahr 1980 eingerichtet und war für Wiederholungstäter politischer Verbrechen vorgesehen. Foto: Maxim Sher

Ein Wachhaus in der Hochsicherheitszone des Gefängnisses, etwa 500 Meter vom allgemeinen Gefängnisgelände. Diese Hochsicherheitszone, die einzige dieser Art in der späten Sowjetzeit, wurde im Jahr 1980 eingerichtet und war für Wiederholungstäter politischer Verbrechen vorgesehen. Foto: Maxim Sher

Der Eingang zum Wachhaus in der Hochsicherheitszone. Foto: Maxim Sher

Der Eingang zum Wachhaus in der Hochsicherheitszone. Foto: Maxim Sher

Die Häftlingsbaracken in der Hochsicherheitszone. Der Zaun auf der linken Seite verhinderte den Blick aus den vergitterten Fenstern. Foto: Maxim Sher

Die Häftlingsbaracken in der Hochsicherheitszone. Der Zaun auf der linken Seite verhinderte den Blick aus den vergitterten Fenstern. Foto: Maxim Sher

Die "Freigang" - drei umzäunte Vierecke von jeweils zwei mal zwei Metern, oben mit Stacheldraht bedeckt und von einem Balkon im Obergeschoss aus überwacht. Foto: Maxim Sher

Die “Freigang” – drei umzäunte Vierecke von jeweils zwei mal zwei Metern, oben mit Stacheldraht bedeckt und von einem Balkon im Obergeschoss aus überwacht. Foto: Maxim Sher

Ein Blick aus dem "Freigang", mit erkennbarem Balkon für die Wachen. Foto: Maxim Sher

Ein Blick aus dem “Freigang”, mit erkennbarem Balkon für die Wachen. Foto: Maxim Sher

Ein Wachturm in der Hochsicherheitszone.Photo: Maxim Sher

Ein Wachturm in der Hochsicherheitszone.Photo: Maxim Sher

 

Quelle: Meduza 3.3.2015

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

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