Noworossija zu teuer? Achmetows Firma Metinvest gibt Zahlungsunfähigkeit bekannt

Rinat Achmetow - Foto: Unian

Rinat Achmetow - Foto: Unian 

Krieg im Donbas, Nachrichten

Artikel von: Unian
Quelle: Unian, 9. April 2015

Nachdem Terrorist Borodaj sich noch unlängst über die guten (Finanz-)Beziehungen von Rinat Achmetow zu den Terrormarionetten im Donbas ausgelassen hatte, berichtet UNIAN im Folgenden über interessante Neuigkeiten von heute.

Die international gut vernetzte Bergbau- und Stahl-Holding, die dem ukrainischen Milliardär Rinat Achmetow gehört, hat die Bezahlung seiner Schuldverpflichtungen ausgesetzt und verhandelt jetzt mit ihren Kreditgebern, so eine Pressemitteilung, die das Unternehmen am heutigen Donnerstag herausgab.

„Die Gruppe gibt bekannt, dass sie sich gegenwärtig in einer Zahlungsausfall-Situation befindet, und dass sie bereits drei Schlichtungsgespräche mit ihren Anteilseignern aufgenommen hat, die 2015, 2017 und 2018 erwarten, Dividenden zu bekommen. Der Zweck dieser Schlichtungsgespräche (eine per Tranche) sei, eine Aussetzung der am 20. Mai 2015 fälligen Dividendenzahlungen und auch einen Verzicht auf die weiteren, 2015, 2017 und 2018 anstehenden Zahlungen wegen Zahlungsausfall, zu erreichen,“ so die Presserklärung.

„Die Gespräche mit den PXF-Kreditgebern sind im Gange und wollen eine Zahlungspause und dann einen Verzicht aushandeln, um damit den Weg für eine breitere Umschuldung freizumachen,“ heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Wie UNIAN bereits früher berichtet hatte, hat Metinvest den Inhabern von Anleihen im Wert von $113.700.000, fällig im Mai 2015, vorgeschlagen, die Frist für die Rückzahlung bis zum Januar 2016 zu verlängern.

Bei Zustimmung sollen die Anleger von 2015 fälligen Anleihen eine Vergütung von $ 5.000 pro 1.000 Nennwert erhalten, und zwar in zwei Raten: 10% am 20. Mai 2015 und 90% am 31. Januar 2016.

Das Unternehmen stellt fest, dass es im vergangenen Jahr Verpflichtungen in Höhe von 1,525 Milliarden Dollar zurückgezahlt habe, doch habe es bedingt durch den Krieg im Donbas keinen Zugang zu den internationalen Kreditmärkten, um sich zu refinanzieren.

Wie UNIAN schon eher berichtete, hatte Metinvest, das sich in der Ostukraine befindet, seit Mitte Juli 2014, wegen des Krieges im Donbas, seine Aktivitäten aussetzen müssen.

Im Jahr 2014 ging die Produktion von Metinvest wie folgt zurück: Stahlerzeugnisse 15%, Stahl 26%, Eisenerzkonzentrat: 6%. Der Gewinn fiel auf weniger als die Hälfte: von 392 Millionen 2013 auf 159 Millionen im Jahr 2014.

Artikel von: Unian
Quelle: Unian, 9. April 2015

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

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