Achtung, keine Satire! Wladimir Wladimirowitschs Weise Worte

eckstein

 

17. April 2015 • Empfehlung, Politik, Russland

Wladimir Putin während der Frage- und Antwortrunde. Foto: AP

Wladimir Putin während der Frage- und Antwortrunde. Foto: AP

Dank sei dem belgischen de.Standaard, dass wir gewöhnliche Sterbliche gewahr werden dürfen, welch Perlen – nebst rosenduftendem Atem – den Worten des Allerhöchsten heute entsprangen. Und so ist es heilige Chronistenpflicht, diese auch dem deutschen Volke zu übermitteln, das daraus auch Weisung und Ermunterung für den eigenen Weg schöpfen und sich in Dankbarkeit verneigen möge …

Nein, Dank eigentlich nicht, denn wir müssen leider eine zutiefst benderistisch-judeofaschistisch-poroschenko-natoistisch-rechtssektoriell-schokoladistische Einleitung lesen! Wir können und wollen Euch auch das nicht ersparen: (Eigentlich sollten die Nachtwölfe zur Strafe bis Antwerpen fahren …)

„Nach ernsthaften Gesprächen, über den Krieg in der Ostukraine und die abdriftende Wirtschaft, lieferte die Frage und Antwortrunde des russischen Präsidentent auch befremdliche und vollkommen lächerliche Szenen. Eine Blütenlese …“

Nachdem wir alle im Chor „Pfui!“ gesagt haben vor so viel Russophobie, kommen wir nunmehr zu den Perlen des Putin’schen Denkens. Ihr solltet sie knieend zur Kenntnis nehmen:

  • Der Frau eines Offiziers wird von ihrem Mann nicht erlaubt, einen Hund zu kaufen und so fragt sie den Präsidenten um Rat: „Boris, bitte, lass Deine Frau einen Hund kaufen. Er wird Eure Familie stärken“, so Putins Rat.
  • Nachdem einige Fragen zur Krise in der Ostukraine gestellt wurden, erteilte ein Reporter einem vierjährigen Jungen aus der belagerten Stadt Luhansk das Wort. Nachdem der Junge durch einen Bericht aus der belagerten Stadt Luhansk auf die Tränendrüsen der Zuschauer gedrückt hatte, durften die Eltern Putin auch noch eine Frage stellen.
  • Ein Anrufer fragt, ob Putin sich nicht klonen wolle, weil er doch der einzige russische Staatsmann sei, dem die Menschen vertrauen: Putin bedankt sich für die Idee.
  • Eine Frau aus der durch tödliche Waldbrände verwüsteten Republik Chakassien bricht während einer Direkt-Schalte in Tränen aus und bittet Putin um Hilfe.
  • Ein Arbeiter, der im Kosmodrom, dem größten russischen Raumfahrtzentrum in Baikonur/Kasachstan [Anm. d. Übers.: das Interesse Russlands dort ist eher am Abflauen] arbeitet, klagt darüber, dass er und seine Kollegen seit Monaten nicht mehr bezahlt würden. Der Präsident führt aus, dass die Bezahlung die Pflicht des öffentlichen Auftraggebers sei und verspricht, das Problem zu lösen.
  • Ein Mann bittet den russischen Oberbefehlshaber, seine Freundin zu überzeugen, ihn zu heiraten.

Und der gute Zar verwahrt das Wichtigste bis zum Schluss.

  • Putin überrascht damit, dass er zugibt, dass unter Stalin Gräueltaten begangen wurden und die Sowjetunion Osteuropa ihr Modell aufgedrängt hat.

Welcher Staat ähnelt denn heute am ehesten der stalinistischen Nachkriegs-Sowjetunion? Tadaa …

  • Kurz danach verglich Stalin die heutige Politik der Vereinigten Staaten mit derjenigen der Sowjetunion nach dem Krieg.

Und das Allerbeste ganz zum Schluss:

  • Putin enthüllte, dass er den ehemaligen deutschen Bundeskanzler in eine Banja mitnahm, in ein traditionelles russisches Badehaus.

Bild: eckstein-kreativ
Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

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