Medwedew gestand ein, dass die Annexion der Krim durch Russland zu einem Verlust von 25 Mrd. Euro führte

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Krim, Politik, Russland

Artikel von: RFE/RL – Krym.Realii
Quelle: RFE/RL – Krym.Realii 21.04.2015

Der russische Ministerpräsident Dmitrij Medwedew gestand ein, dass sich der Beitritt der Krim zur Russischen Föderation praktisch auf alle Wirtschaftszweige von Russland stark auswirkte und einen Verlust von 25 Mrd. Euro verursachte, was 1,5 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts des Landes ausmacht.

Darüber sprach er am 21. April während seines Berichts vor der Staatsduma, wie Krym.Realii (RFE/RL) berichtet.

„Der Beitritt der Krim wirkte sich auf unsere Wirtschaft aus. Es gibt praktisch keinen Wirtschaftbereich, der nicht durch die eine oder andere politische Maßnahme betroffen wäre. Angefangen vom Finanzbereich, über die Beschränkungen beim Zugang zu ausländischen Krediten, bis hin zum Technologieimport“, sagte Medwedew.

„Die Verluste durch die eingeführten Beschränkungen sind bedeutend und wir werden sie nicht verbergen“, ergänzte er.

Nach Meinung von Medwedew können die Verluste in diesem Jahr um ein Vielfaches zunehmen.

Ende Februar/Anfang März 2014 tauchten Soldaten ohne Erkennungszeichen aus Russland und den Krimbasen der russischen Schwarzmeerflotte auf und besetzten die Halbinsel. Am 16. März 2015 wurde auf dem Gebiet der Krim und in Sewastopol ein sogenanntes Referendum über den Status der Halbinsel durchgeführt, wonach Russland die Krim als Teil der Föderation eingliederte.

Weder die Ukraine, noch die Europäische Union, noch die USA erkannten diese Abstimmung an und sind der Meinung, dass Russland die Krim annektierte. Danach verhängten die USA und die Europäische Union eine Reihe von Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Der Westen besteht weiterhin darauf, dass die Krim Teil der Ukraine ist.

Artikel von: RFE/RL – Krym.Realii
Quelle: RFE/RL – Krym.Realii 21.04.2015

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

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