Putins Russland: Die gefährliche Illusion unabhängiger und westlicher Oligarchen

Marius Laurinavičius© DELFI (K.Čachovskio nuotr.)

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Analytik und Meinungen, Empfehlung, Meinung & Analyse, Russland

Artikel von: Marius Laurinavičius, Rytų Europos studijų centras ir DELFI
Quelle: Delfi, 19.Juni 2015

Ich habe beschlossen, noch einen Beitrag in der Serie „Putins Russland“ den russischen Oligarchen zu widmen wegen einer Nachricht, der in Litauen und international viel weniger Aufmerksamkeit zuteil wurde, als sie verdient hätte: Der ehemalige schwedische Außenminister und einst schärfster Putin-Kritiker, Carl Bildt, nahm einen Job als Berater bei LetterOne an, einer von russischen Oligarchen gegründeten und geführten Firma in Luxemburg.

Sogar nachdem er sich aus den Regierungsämtern zurückgezogen hatte, blieb Bildt eine aufrüttelnde Stimme im Westen, die den Drohungen des Puti- Regimes entgegentrat. Er ist auch Mitglied des International Reform Council der Ukraine, daher drängt sich nach seiner Entscheidung, einen der reichsten Oligarchen Russlands, Michail Fridman und seine Kollegen bei der Alfa Group zu beraten, naturgemäß die Frage auf, die vielleicht am besten in einem Tweet des litauischen Außenpolitikbeobachters Vykintas Pugačiauskas zusammengefasst wurde: „Tritt Carl Bildt in Schröders Fußstapfen?”

(Foto) Carl Bildt© AP/Scanpix

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Es gab in der internationalen Arena kaum eine nennenswerte Diskussion darüber. Dennoch verteidigten Bildt zwei sehr renommierte Russlandexperten – die ich sehr schätze – Edward Lucas und Anders Aslund.

Als Reaktion auf den Vergleich zwischen Bildt und dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler, der einen Job im Management von Gazprom angenommen hatte, twitterte Lucas: “Unterschied — Gazprom ist Inbegriff Putinscher Unternehmen. Alfa kommt normalen russischen Unternehmen am nächsten.”

Aslund drückte es noch deutlicher aus: “Alfa verließ Russland & hielt sich aus Politik raus. Was ist falsch daran, was Carl Bildt tut?”

Was ist die Rolle von Oligarchen?

Ich bin mit diesen Aussagen der beiden bestinformierten Russlandexperten nicht einverstanden. Kontinuierliche Recherchen über die Elite Putins und Putins Machtstrukturen legen es nahe, dass der Glaube an russische Oligarchen, die „zumindest teilweise unabhängig“ bzw. „westlich“ sind oder „normalen Geschäften nachgehen“, eine gefährliche Illusion ist, der uns einigen ernsten Bedrohungen gegenüber blind macht.

In der New York Times vom vergangenen Dezember fasste die russisch-amerikanische Journalistin und Autorin Masha Gessen fachmännisch zusammen, warum solche Hoffnungen Selbstbetrug sind: „Es gibt keine Oligarchen mehr.“ Gessen erklärt, dass Putin, kurz nachdem er an die Macht kam, alle Oligarchen erledigte, die ihn in irgendeiner Weise herausforderten, und nun sei keiner mehr da, der das tun könne.

Ich denke, Gessens Schlussfolgerung ist sehr erhellend, wenn auch nur teilweise richtig. Das Problem ist, dass alle (oder fast alle) russischen Oligarchen da waren, als Putin sein Regime aufbaute, daher wäre es einfach naiv anzunehmen, dass sie „unabhängig“ oder „westlich“ sein könnten, geschweige denn „normalen“ (statt kriminellen, Putinschen) Geschäften nachgingen. Der Fall der Alfa Group, eines der größten russischen Business-Imperien, ist in dieser Hinsicht recht aufschlussreich.

Im Juli 2014 brachte die britische Times eine Story darüber, dass Premierminister David Cameron unter Druck sei, Sanktionen gegen das Putin-Regime einzuführen wegen der Aggression in der Ukraine und Putins Oligarchen zu bestrafen. Michail Fridman, das Gesicht von LetterOne und der Alfa Group, wurde nicht nur als das Hauptziel solcher Sanktionen, sondern auch als einer der Grundpfeiler von Putins Regime ausgemacht, zusammen mit Alischer Usmanow und Roman Abramowitsch.

Laut The Times basierte so eine Bewertung auf Empfehlungen renommierter Denkfabriken, wie der Henry Jackson Society, des Peterson Institute for International Economics (bei dem damals Aslund selbst angestellt war) und des Center for Strategic and International Studies. Ich werde später versuchen zu erklären, warum die Argumente dieser Denkfabriken besser sind als die von Lucas und Aslund. Ich glaube jedoch, dass man nicht nur über Fridman, sondern auch über andere Eigentümer der Alfa Group sprechen muss, ebenso wie über die Unternehmensstruktur und den Ursprung.

(Foto) © AP/Scanpix

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Wer ist Putins Pate?

Es macht wenig Sinn, über LetterOne, dessen Vorstand nun von Bildt beraten wird, separat zu diskutieren. Auch ohne zu tief in die rechtlichen Aspekte der Gründung und die komplizierten Verflechtungen zwischen den Eigentümern einzutauchen, sollte dieses Unternehmen als Teil der Alfa Group gesehen werden, des russischen Geschäftsimperiums, das eigens für die Expansion in den Westen gegründet wurde.

Sowohl in Russland als auch im Westen wird die Alfa Group in erster Linie mit dem zweitreichsten Mann Russlands, Fridman, in Verbindung gebracht (sein Eigenkapital wird von verschiedenen Quellen auf 15 bis 18 Milliarden US-Dollar geschätzt). Um dieses Geschäftsimperium zu entwirren, sehen wir uns zunächst einen weiteren Miteigentümer an. Pjotr Aven, oft als das Gehirn der Firma bezeichnet (obwohl seine Rolle möglicherweise noch größer sein könnte).

Man weiß nun allgemein, nicht nur in Russland, sondern auch international, dass Aven persönliche Beziehungen zum Ursprung des Putinismus hat. Seine Rolle wird umfassend in Karen Dawishas Buch Putin‘s Kleptokracy: Who owns Russia?“ diskutiert.

In ihrem Buch stellt Dawisha nicht nur enge Beziehungen zwischen Aven und Putin fest, sondern beschreibt auch im Detail den Weg des russischen Präsidenten und seines Freundes an die Macht. Alles begann mit Putins Posten im Bürgermeisterbüro von St. Petersburg und seinen verschiedenen Betrügereien dort. Die wichtigsten davon hatten mit dem Komitee für Außenbeziehungen zu tun, das damals von Putin geführt wurde und welches die Vollmacht erhielt, Exportlizenzen und Quoten nach eigenem Gutdünken zu vergeben.

1992 wurde eine große Untersuchung von Putins dunklen Geschäften im St. Petersburger Bürgermeisterbüro begonnen, der so genannte Salye-Bericht, der der Stadt sehr schadete, Putin und seiner Gang jedoch half, Startkapital anzuhäufen und sich zu profilieren. Wegen des Berichts musste sich der damalige Bürgermeister von St. Petersburg, Anatoli Sobtschak, sogar in Moskau rechtfertigen.

Der Kernpunkt dieser Episode ist jedoch, dass der Mann, der Putin das exklusive und weitreichende Recht gab, St. Petersburg nach seinen Vorstellungen zu führen, niemand anderer als Pjotr Aven war, damals Minister für Außenwirtschaftsbeziehungen der Russischen Föderation. Außerdem, als die höchste Kontrollinstanz Russlands, der Chef der “Kontrollverwaltung” Boris Jelzins, Juri Boldyrew, Aven schriftlich ersuchte, Putin dieses Exklusivrecht nicht zu geben, zumindest nicht, bevor die Untersuchung abgeschlossen sei, ignorierte Aven das Ersuchen.

Im März 2012 wurde Aven von Journalisten im oppositionellen TV Kanal Doschd rundheraus gebeten, die Sache zu kommentieren. Die Antwort des Oligarchen war mehr als überraschend – für ihn sei der Brief des höchstrangigen Kontrolleurs Russlands  – einer, der sich auf einen folgenschweren Skandal bezog – nichts anderes als die anderen Stöße von Korrespondenz, die er als Minister erhalte. Aven meinte, er könne sich an keinen Brief von Boldyrew erinnern – er erinnere sich nur, dass er den St. Petersburger Bürgermeister Sobtschak um Rat gefragt habe.

Interessanterweise war es Aven, der als Sprungbrett für den Aufstieg Putins und seiner Gang fungierte. Als Sobtschak 1996 die Macht in St. Petersburg verlor, hätte Putin zusammen mit seinem ehemaligen Chef marginalisiert werden können, aber Moskauer Gerüchten zufolge hat Aven dafür gesorgt, dass er in den Kreml eingeladen wurde.

Diese Gerüchte wurden ebenfalls in dem Interview für Doschd angesprochen, und Aven wurde gefragt, ob sie denn stimmten. Die Antwort des Oligarchen war gar nicht überzeugend: Er meinte, er habe nicht über ausreichende amtliche Möglichkeiten verfügt, um einen Termin für Putin zu vereinbaren, obwohl er einräumte, dass er den zukünftigen Präsidenten kenne.

Tatsächlich hatte Aven Putin vor dem St. Petersburger Skandal gut gekannt. Das ist ein weiterer Grund, Avens Behauptung anzuzweifeln, er habe Sobtschaks Beurteilung von Boldyrews Ansuchen vertraut und nicht Putin selbst gefragt. In anderen Worten, man kann argwöhnen, dass Putin und Aven damals eine Absprache getroffen hatten.

Wenn man bedenkt, dass 1996 eher Oligarchen als Politiker oder Beamte in St. Petersburg tatsächlich das Sagen hatten, – und die Alfa Group war damals schon unter den einflussreichsten – klingt Avens Behauptung, dass er nicht über die Mittel verfügt habe, Putin in den Kreml zu bringen, bestenfalls unredlich. Und dieser möglicherweise doppelte Fußabdruck des Oligarchen der Alfa Group in der Karriere des Präsidenten würde ihn zu so etwas wie den politischen Paten des aktuellen russischen Führers machen.

(Foto) Michail Fridman© Scanpix

(Foto) Michail Fridman© Scanpix

Der Aufstieg der Jünger Andropows

Es stimmt, es gibt auch andere Versionen, was hinter Putins Transfer nach Moskau steckte. Nach einer dieser Versionen wurde Sobtschaks Stellvertreter im August 1996 von Anatoli Tschubais, dem damaligen Chef der Präsidialverwaltung und von Präsident Boris Jelzin in den Kreml eingeladen. Man muss festhalten, dass Putin – zumindest bevor er Präsident wurde und manchmal auch noch nachher – tasächlich als “Tschubais Mann” bezeichnet wurde.

Andere nannten Putin den Handlanger von Boris Beresowski, einen der bekanntesten russischen Oligarchen. Beresowski selbst stellte nie in Abrede, dass er erheblich dazu beigetragen habe, dass Putin zum Präsidenten gewählt wurde. Selbst als er sich im Exil in London wiederfand, wollte er nicht zugeben, dass er einen Fehler gemacht habe. Schließlich, so sagte er, „darf man nicht vergessen, dass ich die Wahl hatte zwischen Putin und Jewgeni Primakow”.

Tatsächlich hat Beresowski öffentlich erklärt, dass er damals 1990 oder 1991 Putin von niemand anderem als Aven vorgestellt worden sei. Davor war Aven Tschubais und Jegor Gaidar, dem künftigen Ministerpräsidenten, vorgestellt worden, den man immer noch den Vater der Wirtschaftsreform des Landes nennt. Aven, Tschubais und Gaidar organisierten 1986 die erste öffentliche Tagung zur Reform der UdSSR in der Nähe von Leningrad.

Aven arbeitete in den 1980er Jahren mit Gaidar, als die beiden am Sowjetischen Wissenschaftlichen Forschungszentrum für Systemstudien (VNIISI) waren, einer Moskauer Zweigstelle des geheimnisvollen Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Wien.

Die aufschlussreichste Tatsache ist wahrscheinlich ein biographisches Detail, das alle drei Ökonomen-Politiker-Oligarchen gemeinsam haben (Aven, Tschubais, und Berezowski) und auch Gaidar. Sie alle hatten in der einen oder anderen Art Verbindungen zum Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse,  das ich in einem meiner früheren “Putins Russland” Artikel besprochen habe.

In einem vor kurzem stattgefundenem Interview bestätigte der Minister für Wirtschaftliche Entwicklung Alexei Uljukajew indirekt, dass Juri Andropow, der Chef des sowjetischen Geheimdienstes KGB und späterer Generalsekrär der KPdSU, sich das Institut als Brutkasten für Ideen]  und Kader für Reformen vorstellte, die er in der Sowjetunion umzusetzen plante.

Stimmt, Uljukajew sprach nicht über das Institut selbst, sondern über seine Moskauer Filiale, das oben erwähnte VNIISI. Als er jedoch gefragt wurde, ob Andropow tatsächlich ein Reformprogramm für die UdSSR zusammengestellt habe, das die „jungen Reformer“ eingebunden habe, sagte Uljukajew: „Natürlich existierte es! Die wichtigsten Institute – allen voran das VNIISI, das Institut für die Entwicklung von Wirtschaft und Technologie (wo Gaidar später arbeitete, M.L.) – arbeiteten daran. Nur unsere ‚Kuratoren‘ sahen keinen qualitativen Wandel voraus, alles, woran sie dachten, war, wie man das Indexsystem und die Motivation verändern könnte. Das konnte zu nichts führen. Und die Teilnehmer, zumindest auf unserer Seite, verstanden das. Aber wir hatten die Gelegenheit, an Informationen zu kommen und etwas Neues zu lernen.”

Es mag verschiedene Ansichten darüber geben, was die KGB-Kuratoren dieser „jungen Ökonomen“ vorausgesehen hatten, bzw. was nicht. Zum Beispiel wird oft behauptet (hauptsächlich in Bezug auf Beresowski), dass die russischen Oligarchen lange Zeit angenommen hatten, dass sie den KGB „privatisiert“ hätten, aber es stellte sich schließlich heraus, dass sie es waren, die durch den KGB „privatisiert“ worden waren.

Aber konzentrieren wir uns auf Fakten, nicht auf Interpretationen. Es ist ein eindeutiges Faktum, dass nach dem gescheiterten Putsch von 1991 die IIASA-Ökonomen – Aven, Gaidar and Tschubais – plötzlich in höchste Regierungspositionen aufstiegen (es gab noch viel mehr IIASA-Alumni).

Diese interessante und aufschlussreiche Tatsache weckt in mir den Wunsch, die Rolle des IIASA in ihren jeweiligen Karrieren genauer anzusehen. Insbesondere da Stanislaw Schatalin, der führende Entwickler des 500 Tage-Programms, das die Umwandlung der UdSSR in eine Marktwirtschaft schaffen sollte, vorher auch mit dem IIASA in Verbindung gebracht worden war. Von anderen IIASA Absolventen gar nicht zu reden, die nun wichtige Rädchen in Putins Regime sind.

Woher stammt all der Reichtum?

Wenn man Minister Uljukajews Eingeständnis bedenkt, dann sieht eine andere Geschichte eines anonymen IIASA-Kurators beim KGB, die im Februar 2002 in Stringer veröffentlicht wurde, nicht wie eine Verschwörungstheorie aus. Überdies glaubt Oleg Gretschenewski, ein bekannter Forscher über den KGB und dessen Nachkommen-Clans im zeitgenössischen Russland, dass das eine glaubwürdige Aussage sei.

Laut Gretschenewski könnte der anonyme KGB-Kurator, der die „jungen Ökonomen“ zu ihren Praktika beim IIASA begleitet hatte, der ehemalige KGB-Oberst oder Generalmajor – und spätere Geschäftsmann – Sergei Kuguschew gewesen sein. Man weiß, dass Kuguschew in eine Analystengruppen, die von Andropow ernannt worden waren, eingebunden war, um einen Modernisierungsplan für die UdSSR zu entwerfen. Er ist auch ein aktives Mitglied der so genannten Gaidar-Tschubais-Ökonomen-Gruppe. Kuguschews Aussagen sind daher einigermaßen vertrauenswürdig.

Er hat nicht nur Andropows Reformplan Unternehmen Roter Stern für die UdSSR im Detail beschrieben, sondern auch die Rolle, die das IIASA bei der Umsetzung spielen sollte, genau dargestellt. Laut Kuguschew hatte Andropow beschlossen, die Spezialisten, die für die Umsetzung des UdSSR-Reformplanes zuständig sein sollten, im Ausland ausbilden und in westlicher Expertise unterweisen zu lassen.

Der Ausleseprozess für die „Praktikanten“ war besonders streng, der Leiter des KGB kümmerte sich persönlich darum, indem oft geheimes Überwachungsmaterial gesichtet wurde. Eines der zentralen Kriterien für künftige Praktikanten war, wie leicht man sie benützen könnte, wenn sie einmal in Spitzenposten in der Regierung sein würden. Das war laut Kuguschew Teil der Vorbereitung auf die Möglichkeit, dass die Kommunistische Partei an Macht verliert. Der KGB plante da zu bleiben und die Kontrolle im Land zu übernehmen.

Eine weitere interessante Aussage über die Rolle, die das IIASA in den Laufbahnen von Gaidar, Tschubais und Aven gespielt hat, wird von Michail Poltoranin, eines Stellvertretenden Ministerpräsidenten unter Präsident Jelzin, im Buch “How They Are Killing Russia” (“Как убивают Россию”) des russischen Duma-Abgeordneten Alexander Chinschtejn präsentiert. Tatsächlich hatte Poltoranin den Vorsitz in einer Sonderkommission, die nach dem Kollaps der Sowjetunion mit der Analyse und Freigabe der geschlossenen Archive des Politbüros beauftragt war. Laut Poltoranin wurde das Trio – Gaidar, Tschubais, Aven – zum IIASA geschickt und vom KGB genau überwacht. Er sagt, er habe mit eigenen Augen Belegmaterial in den Archiven gesehen.

Pjotr Aven und Wladimir Putin© AFP/Scanpix

Pjotr Aven und Wladimir Putin© AFP/Scanpix

Außerdem gibt Poltoranin an, dass die Gruppe, die ausgebildet wurde, um in der kollabierenden UdSSR die Macht zu übernehmen, neben Gaidar, Tschubais and Aven, auch Michail Fridman von der Alfa Group und den oben erwähnten IIASA Studenten Beresowski umfasste, sowie zwei Oligarchen, die aufgrund ihrer Opposition zu Putin inzwischen vernichtet wurden, Michail Chodorkowski und Wladimir Gusinski.

Der bekannte russische nationalistische Ökonom Michail Deljagin sprach ebenfalls 2012 über Andropows Plan „Unternehmen Roter Stern“ und die Rolle der IIASA Alumni dabei, und nannte es einen „Sondereinsatz“ des KGB.

Einen recht gründlichen Bericht darüber gibt es auch in einem Artikel, der von der Zeitschrift Rusky Reporter im Oktober 2012 publiziert wurde, “Der Andropow-Putin Plan“, der sich auf Interviews mit ehemaligen hochrangigen KGB-Angestellten stützt. Der Plan wurde auch in renommierten westlichen Outlets wie The Economist, Radio Free Europe und anderen diskutiert.

Im ersten Buch in der angesehenen Reihe “Project Russia” – die dem Kreml, Russlands “Sonderdiensten” [Anm. d. Übers.: gemeint sind die Geheimdienste]  und der Orthodoxen Kirche [Anm. d. Übers.: Seit Stalin 1941 die Verfolgung der Kirchen und Religionsgemeinschaften wie der Buddhisten, Juden und Muslime aufgab, konnte – und kann gegenwärtig – niemand mehr geistlicher Führer einer Religionsgemeinschaft werden, der nicht mit den Diensten zusammenarbeitet. So wird dem aktuellen “Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus” und somit Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Kirill I. (geb. Wladimir Michailowitsch Gundjajew) nachgesagt, er sei aktiver Offizier des KGB/FS, zumindest gewesen; einige sprechen sogar davon, er habe einen Generalsdienstgrad erreicht. Sein exzellentes Verhältnis zu Präsident Putin ist bekannt, sein Dominanzstreben im interreligiösen Dialog auch] nahesteht (das Buch ist eine empfehlenswerte Lektüre für alle russischen Funktionäre und Politiker) – wird behauptet:

„In den frühen 1990-er Jahren schafften es Russlands Sonderdienste, ‚infantiles Denken‘ im Dienste des Landes einzusetzen. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR mussten die riesigen Bodenschätze und strategischen Ressourcen dringend unter ein temporäres Kontrollsystem gebracht werden. Unter keinen Umständen sollten die Ressourcen im unkontrollierten politischen Sektor ‚agieren‘ [Anm. d. Übers.: damit ist wahrscheinlich Russlands Demokratiebewegung gemeint, zumindest aber politische Gruppierungen, die ihre Loyalität zum Kreml noch nicht wirksam unter Beweis gestellt hatten]. Effizienz war zweitrangig. Die Hauptvoraussetzung war Kontrollierbarkeit. Eine Entscheidung war es, Staatseigentum Privaten zu übergeben. Nicht jedem, sondern ausgewählten Leuten.“

Die Fülle ähnlicher Aussagen aus verschiedenen Quellen legt nahe, dass dies wahrscheinlich nicht nur Gerüchte und Verschwörungstheorien sind. Dies wirft auch ein anderes Licht auf einen Bericht, der 1997 von ungenannten Angestellten des Inlandsgeheimdienstes der Russischen Föderation dem Sicherheitsausschuss der Staatsduma vorgelegt wurde, in dem behauptet wurde, dass die Alfa Bank vom KGB und der Kommunistischen Partei gegründet worden sei.

Was bedeutet, dass die Bank einen Teil der Gelder von diesen abhanden gekommenen Organisationen bekommen hat. Tatsächlich wurde eine Untersuchung dieser Sache nie in Auftrag gegeben, obwohl die Kommunistische Partei es verlangt hatte.

Und wenn wir davon ausgehen, dass Aven & Co gezielt ausgebildet wurden, um Andropows Plan umzusetzen, dann wirft das neues Licht auf die uneingeschränkte Herrschaft Putins in St. Petersburg. Im Wesentlichen stimmten Putins Aktionen perfekt mit den Plänen des KGB überein, Staatseigentum an „verlässliche“ Privatleute zu übergeben (die Existenz solcher Projekte wurde durch Dokumente, nun bereits öffentlich zugänglich, untermauert, die in Dawishas Buch und zahllosen anderen Quellen publiziert wurden).

Die anfängliche Bedeutung der Einbindung Putins und Avens in die Pläne des KGB erklärt bis zu einem gewissen Grad spätere Drehungen und Wendungen in Putins Laufbahn. Avens Rolle dabei – und seine intakte persönliche Beziehung zum russischen Präsidenten – kann kaum als zufällig betrachtet werden.

Vorwurf der Beziehung zu Drogenbossen

An Daten über die lange andauernden Verbindungen Michail Fridmans zum KGB mangelt es nicht. Der Bericht des Sicherheitsausschusses der Staatsduma aus dem Jahr 1997 enthält jedoch interessantere Details.

In dem Bericht wird der Alfa Bank vorgeworfen, in den 1990-er Jahren in Geldwäsche von kolumbianischem Drogengeld verwickelt gewesen zu sein; Fridman und Aven nahmen angeblich den Heroinhandel von Burma nach Deutschland über Ostasien in die Hand.

Tatsächlich wurde der Westen Anfang dieses Jahrhunderts auf die Verbindungen der Alfa Group und seiner Führer zum organisierten Verbrechen aufmerksam. Fridman räumte ein, dass diese in seinen Worten, substanzlosen Anschuldigungen die Alfa Group um ein Kooperationsabkommen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gebracht hatten, während eine US Bank sich geweigert hatte, für ein 500 Millionen US-Dollar Darlehen für die Ölfirma TNK, die damals Teil der Alfa Group war, zu bürgen.

Als Reaktion auf öffentliche Anschuldigungen entschlossen sich die Eigentümer der Alfa Group, die Beratungsfirma Kroll zu engagieren, die 500.000 US Dollar später die Reputation Fridmans, Avens und ihres Geschäftsimperiums reinwusch. Der Kroll-Bericht versicherte, dass die meisten Anschuldigungen gegen die Alfa Group – von Drogenhandel bis zu Spionage – erfunden waren und nicht glaubwürdig seien.

Man muss dabei jedoch bedenken, dass dieser Bericht zur Reinwaschung des Rufes von der Alfa Group selbst in Auftrag gegeben worden war, während Kroll in seinem vorangegangenen Bericht über das Verschwinden der Gelder des KGB und der Kommunistischen Partei nach dem Zusammenbruch der UdSSR Aven als einen der Funktionäre erwähnte, die wegen dunkler Geschäfte verdächtigt worden waren. Die Episode wird auch in Dawishas Buch “Putin’s Kleptocracy: Who Owns Russia?” beschrieben.

Außerdem hat Wikileaks Berichte über die Alfa Group und ihre Eigentümer aus einer anderen verlässlichen Quelle, dem globalen US-Informationsdienst Stratfor, der im Rufe steht, eine „Schatten CIA“ zu sein und dem viele nationale Regierungen vertrauen. [Anm. d. Übers.: Der private Nachrichtendienst hat viele, auch profilierte Kunden und gilt gemeinhin – natürlich nicht ohne Gegencheck – als seriöse Quelle, auf deren – nicht ganz preisgünstigen – Abonnentendienst nicht nur viele große Medien und Firmen, sondern auch Regierungsstellen zurückgreifen. Die alleinige Nennung von “vielen nationalen Regierungen” gibt allerdings ein schiefes Bild. Der professionelle Ruf von Stratfor hat allerdings 2011 gelitten: nachdem Stratfor gehacked worden war, wurden am 31. Dezember die Namen von 860.000 Kunden und 75.000 Kreditkartennummern ins Netz gestellt. Stratfor hat sicherlich einen bias ins konservative und Falken-Lager und verfolgt seine eigene Agenda.]

Ein Stratfor-Bericht vom 2. August 2007 (d.h. mehrere Jahre nach der Reinwaschung der Alfa Group und ihrer Eigentümer), “Mikhail Fridman: Background Investigation“, der wahrscheinlich von Geschäfts- oder Regierungskunden in Auftrag gegeben worden war, enthält einen Abschnitt, der es verdient, vollständig zitiert zu werden:

Fridman ist über Gelder von Alfa mit der Moskauer Organisation Solnzewo (Solsnezkaja) eng vernetzt, einer der größten und mächtigsten kriminellen Vereinigungen. Solsnezkaja ist ein Bündnis eines halben Dutzends krimineller Gruppen, die häufig des Drogenhandels, der Erpressung, der Geldwäsche und Bestechung beschuldigt werden. Die Organisation wird von Sergei Michailow geführt, der weithin als einer der gefährlichsten und berüchtigsten Verbrecher in Russland betrachtet wird.

Die russischen Medien haben viele Oligarchen häufig mit der Solsnezkaja-Organization in Verbindung gebracht, obwohl ein russischer Staatsanwalt, mit dem Stratfor sprach, sagte, dass die Beweise, dass Fridman und Aven mit der Gruppe zu tun gehabt hätten, aus allen Akten offiziell gelöscht worden seien. Fridman und Aven waren seit Anfang der 1990-er Jahre in die Gruppe involviert, als sie diese zum Schutz benutzen. Als Alfa erfolgreicher wurde, wurden aus den Kunden Partner und nun sind sie mit Solsnetskaya in Geschäftsverbindung. Man nimmt an, dass Aven stark involviert ist, besonders indem er seine Unternehmensherrschaft auf den weltweiten Drogenhandel von Solsnezkaja überträgt. Avens direktes Engagement im Drogenhandel ist durch  an US Solsnezkaja eingereichte Klagen dokumentiert. Insbesondere ist die Alfa Group nun in den Drogentransport von Südostasien über Russland nach Europa, in Geldwäsche kolumbianischer Drogenkartelle und Bestechung von Justizorganen in Russland, um die ganze Operation unter dem Radar der Strafverfolgung zu halten, verwickelt.

Trotz Fridmans offiziell ‚sauberen‘ Leumunds, was Gewalt betrifft, nimmt man an, dass er zumindest teilweise für viele Morde die Verantwortung trägt, unter der die russische Gesellschaft zu leiden hat, besonders was Journalistinnen und Journalisten betrifft. (Angeblich ist es hauptsächlich diese Taktik, wieso Fridman so einen guten Leumund hat.) Zwei Paradebeispiele schließen die Ermordung des ukrainischen Journalisten Heorhij Gongadse 2000 in der Ukraine und den Mord an dem US-Journalisten Paul Klebnikov in Moskau ein. Auf die Verwicklung Fridmans in die zwei Mordfälle wird in mehreren Medienpublikationen, einschließlich Radio Free Europe und Johnson’s List, angespielt, die auch von Journalisten und ukrainischen Politikern, mit denen Stratfor während der Vorbereitung des Berichts sprach, teilweise untermauert wurden.

Man glaubt, dass Gongadse über die Verbindungen zwischen Fridman (via Alfa Group) und dem ukrainischen Fraktionsvorsitzenden im Parlament.  Oleksandr Moros recherchierte, als er getötet wurde. Angeblich hatte Moros Alfa viele lukrative Energieprojekte versprochen, sollte er zum ukrainischen Präsidenten gewählt werden. (Seine Offerte scheiterte letztendlich.) Laut Zeugenaussagen in dem Fall engagierte Alfa die kriminelle Vereinigung vor Ort, Ismailowskaja, um Gongadse zu köpfen, damit seine Untersuchungen zum Schweigen gebracht würden.

[Anm. d. Übers.: 2013 wurde der Ex-General Alexej Pukatsch wegen des Mordes an Gongadse in Kyiw zu lebenslanger Haft verurteilt. Er beschuldigte Ex-Präsident Leonid Kutschma, einer der Hintermänner gewesen zu sein. Das Verfahren gegen Kutschmal wurde allerdings eingestellt.]

Klebnikov war Reporter für die russische Ausgabe von Forbes und recherchierte mehrere Aktivitäten der Alfa Group, als er getötet wurde. Ein Funktionär aus Putins innerem Kreis sagte gegenüber Stratfor, dass Klebnikov vor seinem Tod die Aktivitäten von Alfa in Bezug auf IPOC, Megafon und aserbaidschanisches Öl untersuchte.

[Anm. d. Übers.: Laut Wikipedia soll sich Klebnikow den Hass des damals im Kreml noch wohlgelittenen Oligarchen Boris Beresowski zugezogen haben. Es wird indirekt angedeutet, daß dieser den Mord in Auftrag gegeben habe. Bekanntermaßen starb Beresowski, später in Ungnade gefallen, dann in London selber einen mysteriösen Tod].

Hätte Alfa eine gediegene westliche Firma werden können?

Man kann den Stratfor-Bericht kritisch sehen, es gibt jedoch so viel öffentliche Information, sowohl über die kriminellen Verbindungen der Alfa Group als auch die ihrer Eigentümer, dass er Beachtung verdient.

Überdies, wenn man den Anschuldigungen gegen Fridman und Aven Glauben schenken wollte, wäre der Eindruck, den man bekommt, in perfektem Einklang mit dem, was viele Autorinnen und Autoren über Putins Russland und den Bund der Regierung mit der Welt des Verbrechens enthüllt haben, indem sie darauf hinweisen, dass das aktuelle russische Regime die Bezeichnung „Mafiastaat“ verdiene.

Außerdem lenkt der Stratfor-Bericht (Wikileaks hat noch einen anderen publiziert, der von Stratfor 2007 für die US-Firma Wal-Mart zusammengestellt wurde) die Aufmerksamkeit auf die Interessen der Alfa Group in der Ukraine, die im Lichte der Entscheidung Carl Bildts, sowohl im ukrainischen International Reform Council als auch als Berater für die Eigentümer der Alfa Group tätig zu sein, Beachtung verdienen.

Alfa Group hat nie ein Hehl aus ihren Geschäftsinteressen in der Ukraine gemacht. Ganz im Gegenteil, sie hat sich damit gebrüstet, seit 1991 einer der ersten großen ausländischen Investoren in der Ukraine zu sein. Diese Geschäftsinteressen, nun durch LetterOne repräsentiert, sind nicht irgendwohin gegangen. Und soweit ich persönlich in Gesprächen mit ukrainischen Journalisten und Experten gehört habe, operieren die Alfa Group und ihre zugehörigen Firmen nicht anders als die üblichen oligarchischen Projekte in der Ukraine.

Selbst wenn man die oben diskutierten Details der Ursprünge der Alfa Group und ihres früheren Verhaltens ignorieren wollte, sollte daher das gleichzeitige Engagement Bildts im International Reform Council in der Ukraine und seine Position bei LetterOne viele Fragen aufwerfen – die aus irgend einem Grund niemand im Westen stellt. Schließlich sind weder die oligarchische Ukraine, geschweige denn der „Mafiastaat“ Russland der Entwurf, den die westlichen Partner und der International Reform Council als beispielgebend für die Ukraine hochhalten sollten.

Vielleicht sind jedoch die Anschuldigungen und der Verdacht gegen die Alfa Group Vergangenheit? Vielleicht hat sie sich tatsächlich zu einem „unabhängigen“ und „westlichen“ Unternehmen entwickelt, wie Lucas, Aslund und wahrscheinlich Bildt selbst glauben?

Rufen wir uns einen relativ kurz zurückliegenden Skandal vom April 2013 ins Gedächtnis. Das International Consortium of Investigative Journalists veröffentliche seine Untersuchung “Offshore Leaks” über einen Zeitraum von 15 Monaten und enthüllte Details über 130.000 Offshore-Konten, die Rechtspersonen aus über 170 Ländern gehören, angeblich um Steuern zu hinterziehen.

Die Russen auf der Liste schließen die Ehefrau des Stellvertretenden Ministerpräsidenten Igor Schuwalow, Gazprom Manager und andere mit ein. Sie inkludiert auch die Alfa Group und ihre Eigentümer. Was dabei am interessantesten ist – und im Bericht direkt angesprochen wird – ist, dass die Offshore-Konten der Alfa Group von einer recht geheimnisvollen Person verwaltet werden, Franz Wolf, dem Sohn des ehemaligen Leiters des Staatssicherheitsdienstes der DDR, Markus Wolf.

Die einflussreiche deutsche Tageszeitung „Die Welt“ wählte eine äußerst suggestive Schlagzeile, um über die Untersuchung zu berichten: “Offshore Leaks lehrt Putins Freunde das Fürchten“. Die deutsche Tageszeitung weist nicht nur auf die alles andere als westlichen Geschäftspraktiken der Alfa Group hin, sondern auch auf ihre engen Beziehungen zu Putin. Meiner Ansicht nach ist der ostentativste „Zufall“ bei all dem, dass die verdächtigen geschäftlichen Aktivitäten von Aven und Fridman von niemand anderem als dem Sohn des ehemaligen Stasi-Leiters unter den Teppich gekehrt werden. Wenn man alles, was oben diskutiert wurde, in Betracht zieht, kann man kaum annehmen, dass es sich dabei nur einen ziemlich unglaublichen Zufall handelt.

Freunde und Kameraden in hohen Ämtern

Die anderen Verbindungen Avens and Fridmans zeigen ebenfalls, dass die Alfa Group kein Unternehmen nach „westlichem Vorbild“ ist – was wohl der Grund ist, warum es Teile seiner Geschäfte in den Westen verlagert hat – sondern ein sehr wichtiger Teil des Putin-Regimes.

Alle in Russland wissen, dass Aven einen persönlichen Draht zu Putin und anderen einflussreichen Leuten hat. Sowohl verschiedene russische Quellen als auch der oben genannte Bericht von Stratfor enthüllen Avens enge Beziehungen zu Igor Setschin, dem Chef von Rosneft und eine der Schlüsselfiguren in Putins Regime, und Fridmans Verbindungen zu Wladislaw Surkow, einem sehr einflussreichen Mann im Kreml. Außerdem nimmt man an, dass der ehemalige Ministerpräsident und derzeitige Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes Michail Fradkow lange Zeit als Handlanger der Alfa Group galt.

Diese Netzwerke, die zu den Eigentümern der Alfa Group führen, legen nahe, dass ihre oligarchische Struktur (im Gegensatz zu vielen anderen, aber kaum eine Ausnahme) nicht zu irgend einem Macht-Clan gehört. Es hat vielmehr eine eigene Machtstruktur aufgebaut, eine, die sich von der traditioneller Clans, die von pensionierten KGB-Beamten geführt wurden, völlig unterscheidet. Dennoch sind die Alfa Group und ihre Eigentümer echte, zentrale Pfeiler des Putin-Regimes, genau wie sie von renommierten Denkfabriken beschrieben wurden: von der Henry Jackson Society, dem Peterson Institute for International Economics und dem Center for Strategic and International Studies. Wir sollten daher vorsichtig und sogar argwöhnisch sein, wenn wir sehen, wie die Firmen der Alfa Group im Westen auf Streifzug gehen. Wir sollten genau beobachten, welche Ziele des Putin Regimes sie auf diese Weise erreichen wollen.

Artikel von: Marius Laurinavičius, Rytų Europos studijų centras ir DELFI
Quelle: Delfi, 19.Juni 2015

Übersetzt von: Übersetzerteam Euromaidan Press auf Deutsch

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