Amnesty International: Erklärung zum Prozess gegen Oleg Senzow und Aleksandr Koltschenko

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1. August 2015 • Empfehlung, Krim, Menschenrechte

Artikel von: Amnesty International
Quelle: Amnesty International, 31. Juli 2015

Die Anklage des Terrorismus gegen den ukrainischen Regisseur Oleg Senzow und seinen Mitangeklagten, den Umweltschützer Aleksandr Koltschenko, die derzeit vor einem Militärgericht in Rostow am Don im Süden Russlands stehen, sind übertrieben und sollten zurückgezogen werden. Sie sind ukrainische Bürger und Einwohner der Krim, die sich zum Zeitpunkt ihrer Festnahme gegen die russische Annexion ausgesprochen hatten. Es gibt ernsthafte Bedenken, dass gegen die beiden Männer ausschließlich wegen ihrer Widerstands gegen die russische Intervention auf der Krim und deren Annexion vorgegangen wird. Gegen die beiden Angeklagten sollte entweder Anklage wegen einer erkennnbaren Straftat erhoben werden oder sie sollten freigelassen werden. Sämtliche Vorwürfe über Folter und andere Misshandlungen, die von den Angeklagten, Zeugen und ihren Anwälten in diesem Gerichtsverfahren erhoben wurden, müssen umgehend effektiv und unparteiisch untersucht werden. Die körperliche und psychische Sicherheit der beiden Angeklagten und der beiden Zeugen muss gewährleistet werden.

Artikel von: Amnesty International
Quelle: Amnesty International, 31. Juli 2015

Bild: RFE/RL
Übersetzt von: Übersetzerteam Euromaidan Press auf Deutsch

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