Trolle auf Deutschlandtour

Vladislav Shurigin bei der Eröffnung von ‚Material Evidence‘ in Moskau, Dez. 2013

Vladislav Shurigin bei der Eröffnung von ‚Material Evidence‘ in Moskau, Dez. 2013 

2. August 2015 • Empfehlung, Meinung & Analyse, Politik, Russland

Artikel von: Recherchekollektiv “Kentrails”
Quelle: Recherchekollektiv “Kentrails” auf Facebook
Quelle: Teil 1 auf Indymedia Linksunten
Quelle: Teil 2 auf Indymedia Linksunten

Russische Ultranationalisten haben versucht, westliche Journalisten zu kaufen: Wer steckt dahinter?

Im Sommer 2014 tauchte in Berlin und Brüssel eine Fotoausstellung zu den Konflikten in der Ukraine und Syrien auf, deren Werbung versprach, ein ausgewogenes und wahrheitsgemäßes Bild zu zeigen. Die Organisatoren achteten penibel darauf, ihre Identität zu verschleiern. Gleichzeitig boten sie westlichen Journalisten große Geldsummen an, ohne die Bedingungen zu nennen. Der WatchBlog „Kentrail-Verschwörung“ hat die Hintergründe recherchiert und ist auf ein Propaganda-Netzwerk gestoßen, in dem russische Rechtsradikale und die kremlnahe St. Petersburger „Troll-Fabrik“ zusammenarbeiten in dem Versuch, die westliche Öffentlichkeit zu beeinflussen.

Am 23. Dezember 2013 eröffnete in Moskau eine Fotoausstellung namens “ВеЩдоки. Сирия” (Veščdoki, dt. „Beweise. Syrien“). Sie wurde organisiert von der Zeitschrift Журналистская правда (Žurnalistskaja Pravda, dt. „Journalistische Wahrheit“. Im Folgenden: JW) – das meldete noch  am selben Tag die ultranationalistische Zeitschrift Завтра[1] (Zavtra, dt. „Morgen“). Eine Slideshow im Artikel zeigt diverse Bilder vom Event, darauf zu sehen ist unter anderem ein Redner vor einem Plakat mit dem Schriftzug der JW und dem der Ausstellung[2]. Der Mann ist eindeutig erkennbar als Vladislav Shurigin, ein Redakteur der Zavtra[3] und der Chefredakteur der JW[4].Einen Tag später tönte Shurigin selbst in seinem Blog[5]: „Wir haben eine großartige Ausstellung eröffnet!“. Ausdrücklich benennt er daraufhin die JW als Initiatorin des Projektes. Ein Anliegen der Schau sei es, zu zeigen, dass die syrische Regierung mit Russlands Unterstützung gegen „Banditen und Söldner“ kämpfe. Diese würden finanziert von „radikalislamistischen Sekten“ aus Saudi-Arabien und Katar. Die Ausstellung „Beweise.Syrien“ müsse schnellstmöglich auch im Nordkaukasus gezeigt werden. Ein Foto zeigt den Fotografen Aybulat Akbutin, ein anderes Shurigin selbst vor einem auffälligen Exponat: einem demolierten weißen Kleinbus.Am 10. Januar berichtete die „Journalistische Wahrheit“ erneut von der Ausstellung[6]. Die gezeigten Bilder seien im Rahmen einer Recherchereise entstanden, an der die Fotografen Aybulat Akbutin[7] und Halit Safin[8] teilgenommen hätten sowie der „Militärkorrespondent“ Ilja Kramnik[9] und ein nicht namentlich genannter Mann, der für die Sicherheit zuständig war. Von der Reise habe man auch Exponate mitgebracht. Aybulat Akbutin zufolge war es besonders schwierig, den bei einem Sprengstoffattentat zerstörten Mini-Van von Syrien nach Moskau zu bringen.

 

Unterwegs in Russland

Vom 15. bis 25. Februar war „Beweise. Syrien“ in der russischen Stadt Ufa zu sehen, der Hauptstadt der Teilrepublik Baschkortostan in der Wolgaregion. Auf einem Foto aus der Ausstellung ist wieder deutlich der weiße Transporter zu sehen[10]. Anwesend war neben den Fotografen Akbutin und Safin auch der stellvertretende Chefredakteur der „Journalistischen Wahrheit“ Denis Tukmakov, der bei dieser Gelegenheit seiner eigenen Zeitschrift ein Interview gab[11]: Die russischen Bürger müssen begreifen, so Tukmakov, dass der Krieg seit dem Ende der Sowjetunion immer näher komme. Russland stünde im Visier des internationalen Terrorismus, der eine „neue Weltordnung“ begründen wolle. Die größte Gefahr lauere in der Wolgaregion und im Nordkaukasus.

Am 28.2. postete Denis Tukmakov auf seiner Facebook-Seite ein Bild, das ihn selbst dabei zeigt, wie er Rustem Chamitow, den Präsidenten Baschkortostans, durch den Ausstellungsraum führt[12].

Anfang März erreichte die Schau Grosny, die Hauptstadt der nordkaukasischen Teilrepublik Tschetschenien, und wurde auch dort für zehn Tage gezeigt. Auf der Vernissage am 7.3.14 sprach der syrische Botschafter Riad Haddad vor anwesenden Journalisten und Klerikern sowie dem Parlamentssprecher Dukuvakha Abdurakhmanov seine Anerkennung für den tschetschenischen Gewaltherrscher Ramzan Kadyrov aus. Haddad beschwor den gemeinsamen Kampf gegen den Islamismus[13]. Besonderen Eindruck machte auch hier der weiße Kleinbus[14].

 

Ein neues Thema

Am 7. April 2014 hatte das offizielle Facebook-Profil der Žurnalistskaja Pravda[15] eine neue Ankündigung für seine Fans in petto. Das Nachfolgeprojekt der erfolgreichen Syrien-Ausstellung „Beweise. Ukraine“ werde am folgenden Tag in Moskau eröffnet. Diesmal bekam es auch eine eigene Facebook-Seite[16]. „Da gibt es was zu sehen!“, schrieb Vladislav Shurigin, als er am 16. April auf Facebook zum Besuch aufrief[17].

Die neue Schau mit Bildern von Straßenschlachten auf dem Maidan war vom 8. bis 22. April in der russischen Hauptstadt zu sehen[18]. Diesmal hatten, laut JW-Website, die Fotografen Vasilij Prokhanov, Dmitri Mikhailov „und andere“ zwei Wochen in Kiew verbracht. Die Ankündigung versprach, den Besuchern Erklärungen für die Vorgänge in der Ukraine liefern zu können. Medienvertreter sollten sich an die angegebene Telefonnummer wenden, neben der lediglich „Alexander“ vermerkt war[19]. Gegenüber der Zeitung Sobesednik trat ein Mann mit diesem Namen als „Projektleiter“ auf[20].

Die Ausstellung sei aufgrund der Gewaltdarstellungen nur für Erwachsene geeignet, verkündete der russische Fernsehsender TVC. Vladislav Shurigin erklärte den Journalisten, dass er das Grauen auf dem Maidan mit eigenen Augen gesehen habe, als er mit dem Fotografenteam in der Ukraine war. Auch ein offenbar mitgereister JW-Redakteur namens Nikita Jurčenko schilderte seine Eindrücke[21]. Die Nachrichtenagentur Ria Novosti bezeichnete Shurigin als den Organisator von „Beweise. Ukraine“[22].

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Zavtra, JW und Izborsk-Klub – die Hintermänner

Sowohl Vladislaw Shurigin, als auch der Stellvertretende JW-Chefredakteur Denis Tukmakov sind äußerst aktive Redakteure der Zavtra[23]. Diese Zeitschrift wurde 1990 unter dem den Titel день (Den, dt. „Tag“) von dem Kriegsreporter und Romanschriftsteller Aleksandr Prokhanov gegründet und 1993 aufgrund eines Verbots umbenannt in Zavtra[24]. Die Redaktion vertritt sowohl militaristische und ultranationalistische als auch stalinistische und konservative Positionen, solange sie in die allgemein antiwestliche und antiliberale Ausrichtung passen. Dabei bietet sie diversen, sehr unterschiedlichen Figuren der russischen Rechten ein Podium, etwa Aleksandr Dugin und Sergej Kurginyan[25].

Die in der Zeitschrift „Journalistische Wahrheit“ vertretenen Positionen unterscheiden sich kaum von denen der Zavtra. Man sorgt sich etwa vor einer möglichen Überfremdung, Toleranz gegenüber Migranten wird als „verbale Nuklearwaffe“ bezeichnet[26]. Den Feminismus hält ein Autor des Blatts für einen „Rammbock gegen die Familie und Geburtenrate“[27]. Homosexualität werde durch Gay-Paraden ausgelöst, bei denen Sex „auf offener Straße“ stattfände, heißt es in einem anderen Artikel[28]. Um angeblichen „verräterischen Stimmungen“ in der Bevölkerung zu begegnen, werden an wieder anderer Stelle patriotische Ideologieschulungen für Studenten gefordert[29].

Der Zavtra-Chef Prokhanov fungiert seit September 2012 auch als Leiter eines antiliberalen Think-Tanks namens Изборский Клуб (dt. „Isborsk-Klub“). Der zählt zu seinen ständigen Mitgliedern unter anderem die „Neoeurasier“ Aleksandr Dugin[30] und Valerij Korovin[31], außerdem Natalija Naročnickaja[32] vom Pariser „Institute of Democracy and Cooperation“ sowie den Geschichtsrevisionisten Nikolaj Starikov[33] und diverse weitere Rechtsintellektuelle. Es verwundert nicht, dass auch der JW-Chefredakteur Vladislaw Shurigin[34] unter ihnen zu finden ist.  Der Isborsk-Klub steht dem Kreml nah und verfügt über erhebliche Finanzmittel[35].

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Expansion nach Westen

Mitte Mai 2014 wurde die Ausstellung „Material Evidence“ in Brüssel eröffnet. Gegenüber russischen Medien trat nun ein spanischer „Journalist und Verleger“ als „Co-Organisator“ auf, der sich Jesús Ballesteros nannte und bisher nicht in Erscheinung getreten war[36]. Ein Fotograf namens Vasil Prokhanov erklärte außerdem, man habe konspirativ vorgehen müssen, um zu vermeiden, dass die Ausstellung verhindert werde (ohne genau zu sagen, von wem). Die westliche Presse sei deshalb vorab nicht informiert worden.

Auch Prokhanov ist Redakteur der Zavtra[37] und Mitglied des Isborsk-Klubs[38]. Dem russischen Ersten Kanal sagte er, die Identität der Fotografen müsse geheim bleiben, weil die bei ihrer fortlaufenden Arbeit in Krisengebieten gefährdet werden könnten. Ballesteros ließ sich dennoch nicht davon abhalten, von seiner eigenen Teilnahme an der Kiew-Reise zu berichten[39]. Auch der Fotograf Halit Safin, der in Russland geblieben war, wusste offenbar noch nichts von dieser neuen Linie, als er dem News-Portal bashinform.ru gegenüber angab, in Kiew dabei gewesen zu sein und zehn Maidan-Bilder zur aktuellen Brüsseler Ausstellung beigetragen zu haben[40].

Den weißen Van durch den Zoll zu bekommen, sei besonders schwierig gewesen, beklagten die Organisatoren auch diesmal[41].

 

Konspiratives Vorgehen

Anfang Juni erreichte die Ausstellung „Material Evidence“ (in den russischen Medien: „ВеЩдоки. Сирия. Украина“, dt. „Beweise. Syrien. Ukraine“) die deutsche Hauptstadt. Jesus Ballesteros trat nun allein als Kurator auf[42]. Am 2.6.14 hielt er eine Rede auf der damals von Lars Mährholz an jedem Montag organisierten, verschwörungsideologischen „Mahnwache für den Frieden“, um für die Ausstellung zu werben[43]. Die Organisatoren hatten eine Eventlocation angemietet[44].

Gegenüber der Nachrichtenagentur RIA FAN lobte Ballesteros die Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar-al-Assad durch Russland. In Berlin sei es schwierig gewesen, überhaupt einen Ort für die Ausstellung zu finden, die lokalen Behörden hätten den Organisatoren Steine in den Weg gelegt[45]. Das Bild, das die Öffentlichkeit von Konflikten wie denen in Syrien und der Ukraine habe, werde von den USA beeinflusst[46], sagte der Ausstellungsmacher. Die an seinem Projekt beteiligten Fotografen würden nicht nach Ruhm, sondern nur nach der Wahrheit streben (und blieben deshalb anonym)[47].

Am 25. Juni organisierte das „Coop Anti-Kriegscafé“ eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung[48]. Das Coop wird von Heiner Bücker betrieben[49] und ist bereits 2008 als Treffpunkt von Verschwörungstheoretikern aufgefallen, als vom Café ausgehend massenhaft DVD-Kopien des 9/11-Truther-Films „Loose Change“ gratis in Berlin verteilt wurden[50].

Für seinen Videokanal „antikrieg.tv“ interviewte Bücker Mitte Juni einen deutschen Fotografen namens Benjamin Hiller. Der trat nun als Sprecher von „Material Evidence“ auf und gab an, er sei erst kürzlich zu dem Projekt gestoßen, habe aber von Anfang an einen guten Draht zu den Machern gehabt, weil er ebenso wie sie die Ukraine-Berichterstattung der westlichen Medien als verkürzt und einseitig empfunden habe, gerade was Rechtsradikale auf dem Maidan anging. In diesem Interview war auch von einem „Grant“ die Rede, der Gelder an Journalisten und Blogger auszahlen sollte[51].

(Nur wenige Wochen nach diesem Interview machte Heiner Bücker erneut auf sich aufmerksam, als er eine Buchpräsentation mit zwei russischen Autoren in Berlin organisierte, die sich als Experten für ukrainische Rechtsradikale darstellten, paradoxerweise aber selbst aus der Neonaziszene kamen[52] und auch in ihrem aktuellen Buch antisemitische Verschwörungstheorien verbreiteten[53]. Ein direkter Zusammenhang zu „Material Evidence“ scheint aber trotz einer gewissen Ähnlichkeit beider Ereignisse nicht zu bestehen.)

 

Geld für die „Wahrheit“

Spätestens ab der Berliner Ausstellung erweiterte das Projekt sein Tätigkeitsfeld und bot nun auch Geld an, um „Journalisten auf der ganzen Welt zu unterstützen welche bereit sind einzigartige und wahrheitsgemäße Berichte über die Situation in Ländern, die von Bürgerkriegen betroffen sind, zu erstellen. [sic!]“ Interessenten sollten sich an einem Wettbewerb beteiligen. Die erhältlichen Summen wurden auf der dazugehörigen Website benannt:

„Journalistische Recherche – 20.000 Euro
Dokumentarfilm 15.000 Euro
Spezialreportage 10.000 Euro
Fotoreportage 10.000 Euro
Nachrichtenbeitrag 10.000 Euro
Artikel 10.000 Euro“[54]

Benjamin Hillers Adresse in Berlin ist identisch mit der des „Coterie Collective“[55] einer kleinen Gruppe von freischaffenden Journalisten, zu der neben Hiller[56] auch Flo Smith[57] und Julian Haas[58] gehören. Anscheinend kommen die drei aus der linken, alternativen Szene. Bezüge zu Russland oder Osteuropa im Allgemeinen sind nicht zu erkennen. Flo Smith hielt sich im Juli 2014 im Irak auf und fotografierte dort im Namen von „Material Evidence“[59]. Offenbar sind Finanzmittel von „Material Evidence“ verwendet worden, um diese Recherchereise zu bezahlen. Benjamin Hiller bestätigte das uns gegenüber kürzlich per Email.

 

New York

Vom 21.9. bis 11.10. wurde die Syrien-Ukraine-Version von „Material Evidence“ in New York gezeigt, Benjamin Hiller trat wieder als Kurator auf[60]. Gegenüber russischen Journalisten[61] und einem Reporter der New York Times[62]behauptete er nun, die Ausstellung sei durch Crowdfunding finanziert worden.

Hiller gab vor Ort diverse Interviews, unter anderem sprach er mit dem Verschwörungstheoretiker Luke Rudkowski von „We Are Change“[63]. Das YouTube-Video wurde auch auf der offiziellen Facebook-Seite von „Material Evidence“ verlinkt[64].  Luke Rudkowski gehört dem „9/11-Truth-Movement“ an[65]. Nur wenige Tage bevor das Interview online ging, hatte er eine antisemitische Karikatur auf seiner eigenen Facebook-Seite gepostet[66] und auf seinem YouTube-Kanal zwei Videos zum 11. September[67] sowie ein wirres Interview mit Wayne Madsen zum Thema Syrien[68]. Offenbar bestand dennoch für niemanden bei „Material Evidence“ Anlass, an der Seriosität Rudkowskis zu zweifeln.

Am 27. September hielt Benjamin Hiller in den Ausstellungsräumen einen Vortrag – ausgerechnet zum Thema Ethik im Journalismus[69].

Anfang Oktober ereignete sich ein Zwischenfall, der „Material Evidence“ erstmals in die Schlagzeilen der westlichen Medien brachte: Drei Personen randalierten in der Ausstellung, besprühten Hiller mit Pfefferspray und hinterließen mehrere Zettel unter anderem mit dem Symbolen des ukrainischen Bataillon Azov, das der Neonaziszene zugerechnet wird. Die Täter flohen unerkannt[70]. Russische Medien machten ukrainische Rechtsradikale für den Angriff verantwortlich[71].

Tatsächlich hatte die New Yorker Ausstellung den Unmut von Exil-Ukrainern auf sich gezogen[72]. US-Antifaschisten machten nach der Attacke darauf aufmerksam[73], dass es in den USA eine Sektion des nationalistischen „Rechten Sektors“ gibt[74]. Diese Organisation hatte Anfang September auch eine Demonstration in New York durchgeführt[75] (ohne Zusammenhang mit der Ausstellung). Unklar blieb jedoch, ob der Angriff auf „Material Evidence“ tatsächlich von Personen aus diesem Milieu verübt wurde, weil die Täter nie ermittelt wurden.

In New York wurde "Material Evidence" auf 30 Bussen und 250 U-Bahn Postern beworben [78] [94]

Durch Crowdfunding finanziert? In New York wurde “Material Evidence” auf 30 Bussen und 250 U-Bahn Postern beworben [78] [94]


Erste Fr
agen nach den Geldgebern

Der Vorfall erregte ein gewisses Interesse an der Schau, allerdings sahen sich die Ausstellungsmacher nun auch mit dem Verdacht konfrontiert, von der russischen Regierung finanziert zu werden. Das stritt Hiller gegenüber BuzzFeed ausdrücklich ab:“Nobody would ask if an Pro-Maidan exhibition or images showing the Free Syrian Army […] is funded, lets say, by Saudi Arabia, the US or NATO states”, schrieb er in einer Email. Hinter seinem Projekt stünden private Spenden: „Mostly people approach us directly after visiting the exhibition, ask us how they can support us with money, if they can spread the word etc.[76]In einer Presserklärung verteidigte der Kurator die Ausstellung gegen Kritik und „Lügen[77]. Seine Assistentin Swetlana Andreevna hatte kurz zuvor gegenüber Gawker eine besonders spektakuläre Geschichte zur Finanzierung zu Protokoll gegeben: Während der Berliner Ausstellung habe ein unauffälliger Mann, ein „silent guy“, ohne weitere Erklärung eine ganze Tasche voller Bargeld als Spende abgegeben, weil ihm das Konzept so gut gefallen habe[78]. Ob irgendjemand diese Anekdote ernsthaft geglaubt hat, ist nicht bekannt.

 

Eine neue Ausstellung

Eine gänzlich neue, von Hiller kuratierte Ausstellung wurde vom 15. Bis 29. Januar erstmals in Moskau gezeigt[79]. Die russischen Medien nannten sie, analog zu den früheren Schauen, „Вещдоки. Ирак. Афганистан“[80] (dt. „Beweise. Irak. Afghanistan“). Ein Bericht des iranischen PressTV spricht von einer Finanzierung durch Crowdfunding[81]. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Rossija Segodnja organisierte eine Pressekonferenz, an der neben Osie Greenway und Benjamin Hiller auch die JournalistInnen Gordana Blazevska[82] (Mazedonien), Geoffrey Kamadi[83] und Jeckons Okoth aus Kenia, sowie Sean Kedian[84] (Südafrika) teilnahmen.

Ab dem 19.2. war diese Ausstellung in Berlin zu sehen[85], unter anderem mit Bildern von Osie Greenway und Flo Smith aus dem Irak[86]. Ab dem 19. März wurde sie in Brüssel gezeigt[87].

 

Der deutsche Fotograf

Im Rahmen unserer Recherche haben wir Benjamin Hiller im Juli 2015 zu seiner Rolle beim Projekt befragt. Er legte Wert darauf zu betonen, dass er mittlerweile nicht mehr bei „Material Evidence“ tätig ist. Erste Zweifel habe er nach der Kontroverse um die New Yorker Ausstellung zwar gehabt, aber nicht ernstgenommen, weil sie „meistens aus einem extrem rechten ukrainischen Spektrum kamen“. Hiller verstehe selbst „kein Wort“ Russisch und habe sich auf seine Ansprechpartner in Moskau verlassen, die beteuerten, Shurigins Zeitung habe nichts mehr mit der Organisation zu tun.

Rechtsradikale Tendenzen sind mir bei den Leuten, mit welchen ich zusammen gearbeitet habe, nicht aufgefallen, auch nicht in persönlichen Gesprächen oder Verhalten“, schrieb er in seiner Email.

Es habe keine inhaltliche Einflussnahme auf die Irak-Afghanistan-Ausstellung gegeben, die er selbst gestaltete. Bei der Pressekonferenz in Moskau, also im Januar 2015, sei ihm erstmals die große Nähe der Organisation zum russischen Staat aufgefallen. Dort habe er auch Vladislav Shurigin zum ersten und letzten Mal gesehen. Daraufhin habe er Svetlana Andreeva aufgefordert, ihm genaue Auskünfte über die Organisation zu erteilen und zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Da er keine Antwort erhalten habe, sei er nach der Berliner Irak/Afghanistan-Ausstellung aus dem Projekt ausgestiegen.

Dennoch seien seine Personalien ohne sein Wissen verwendet worden, um Einkäufe für die Brüsseler Ausstellung im März zu machen. Die Rechnungen dafür hätten seine ehemaligen Geschäftspartner aus Russland nie bezahlt, sie ließen ihn einfach darauf sitzen. Der neue Sprecher des Projektes, ein „Andreas“ aus Berlin, habe zwar keinen Bezug zu Fotografie, sei aber ein loyaler Putin-Anhänger.

 

Nachfolgeprojekte

Vom 7. bis 19. April 2015 wurde die Nachfolgeausstellung „ВеЩдоки. 365 дней АТО на Донбассе“ (dt. „Beweise. 365 Tage ATO im Donbas“) in Moskau eröffnet[88]. Der Aufbau dieser Version zielte noch deutlicher darauf ab, Emotionen auszulösen und ein breites Publikum anzusprechen, etwa durch den Einsatz von Sound- und Lichteffekten sowie lebensnahe Wachsfiguren von Verwundeten. Es wurden auch wieder mitgebrachte „Artefakte“ aus dem Kampfgebiet präsentiert, und erstaunlicherweise hat man auch im Donbas einen kaputten weißen Transporter auftreiben können[89].

In einer Presseerklärung zur Donbas-Ausstellung[90] wird Benjamin Hiller weiterhin als Kurator aufgeführt (mit seiner deutschen Handynummer[91]), Swetlana Andreevna als seine Assistentin.

Vom 20. bis 22. Mai präsentierte sich in Wien eine bisher unbekannte Organisation, die sich „Assoziation Journalisten im Kampf um den Frieden“  nennt. Auf deren Konferenz trat unter anderem Osie Greenway als Redner auf[92]. Konzept und Aufmachung ähneln stark dem von „Material Evidence“, die Website verlinkt sogar auf dessen Facebook-Seite ohne zwischen beiden Projekten zu unterscheiden. Auch hier wird voller Pathos die eigene journalistische Ethik beschworen. Es sollen auch wieder fünfstellige Geldbeträge aus einem „Grant“ verteilt werden – und die Namen der Organisatoren oder auch nur ein Impressum sucht man vergebens[93].

 

Follow the money

Der Blogger Mat Babiak hatte bereits kurz nach dem Zwischenfall in New York herausgefunden, dass die Domain material-evidence.com von dem Verlag „Фрегат“ (Fregat, dt. „Frigatte“) angemeldet wurde und Teil eines Netzwerkes von antiamerikanischen Propagandaseiten ist[94]. Die Firma Fregat[95] wird im Impressum der Zeitschrift Žurnalistskaja Pravda als deren Verlag genannt[96]. Im Juli 2015 gelang es dem britischen Journalisten Lawrence Alexander, eine Vielzahl pro-russischer Websites einem einzigen Google-Analytics-Konto zuzuordnen – unter ihnen auch material-evidence.com. Alexander verfolgte die Spur bis zur als „Troll-Fabrik“ berüchtigten, Kreml-nahen Firma „Internet Research Agency“ (IRA)  in St. Petersburg zurück[97].

Die Beziehungen zwischen Seiten im Netzwerk und ihren Google Analytics-IDs. Bild: Lawrence Alexander.

Die Beziehungen zwischen den Seiten im Netzwerk und ihren Google Analytics-IDs. Die Mailadresse des technischen Administrators mehrerer dieser Seiten konnte einem Mitarbeiter der “Internet Research Agency” zugeordnet werden. Darunter: Die Webseite von “Material Evidence”. Bild: Lawrence Alexander.

Im Juli 2014 bereits war ein Email-Postfach der IRA von „Anonymous International“ gehackt worden. Die Hacker veröffentlichten den Inhalt von über 1.000 Mails[98]. Diese Dokumente liegen uns vor, wir haben sie nach Hinweisen auf „Material Evidence“ durchsucht und sind fündig geworden [101].

Am 18.12.14 etwa wendete sich ein Mann namens Andrej Mikhailov[99] von einer Firma namens „Kenter Group“ an die IRA-Bearbeiterin Olga Dzalba mit der Bitte, einen Buchhalter für fünf Firmen zu bestimmen. Eines der Unternehmen, die er aufzählt, heißt „Вещдоки“ (Beweise)[100].

In weiteren Emails wendet sich eine Consultingfirma namens „Алемана Лайф“ (Alemana Life), die offenbar für die Buchführung zuständig ist und Gelder verteilt, an die IRA. Die Alemana erstattet regelmäßig Bericht über ihre Aktivitäten und legt Rechnungen vor mit der Bitte um Bezahlung.

In 32 Emails geht es um Zahlungen der IRA zu Gunsten des Fregat-Verlags[101]. Aus darin angehängten Excel-Tabellen und Bilddateien geht unter anderem hervor, dass die IRA im Jahr 2013 den Druck der „Žurnalistskaja Pravda“ finanzierte und die Gehälter von Verlagsangestellten bezahlte[102]. In einer „Voraus-Abrechnung“ vom März 2014 werden Lebenshaltungskosten, Dienstreisen und Gehälter von unter anderem Alexander Prokhanov, Vladislav Shurigin und Denis Tukmakov genau beziffert[103].

Eine Mail vom 5.1.2014 enthält eine Abrechnung, die mehrere Monate zusammenfasst. Im Abschnitt „November“ erscheint ein Posten „Вещдоки“, er beläuft sich auf 1.930.000,- Rubel (damals ca. 42.888,- Euro)[104]. Das war unmittelbar vor der ersten Moskauer Syrien-Ausstellung.

Einer Mail vom 10. Januar 2014 hängt ein Beleg an für eine Überweisung von einem Unternehmen namens „Вещдоки“ an eine Firma namens „Зодиак“ (Zodiak). Die Zahlung belief sich auf glatte vier Millionen Rubel (zum damaligen Umrechnungskurs etwa 88.574,- Euro). Verwendungszweck: “Endabrechnung für Dienstleistungen bei der Organisation einer Veranstaltung vom 20.12.13 bis 20.1.14 gemäß Rechnung 1 vom 9.1.2014, inklusive 18% MWSt[105].

Daraus lässt sich mit großer Gewissheit schließen, dass zumindest die erste Moskauer Ausstellung „ВеЩдоки. Сирия“ („Beweise. Syrien“) aus Mitteln der „Internet Research Agency“ bezahlt wurde. Überhaupt scheint die IRA die gesamte Arbeit der Žurnalistskaja Pravda zu finanzieren, bis hin zu den Spesen ihrer prominenten Redakteure.

 

Fazit

Das Projekt „Вещдоки“ bzw. „Material Evidence“ war zu keinem Zeitpunkt unabhängig und hat nie das Ziel verfolgt, freien Journalismus zu fördern. Es wurde aufgebaut und koordiniert von rechtsradikalen Moskauer Intellektuellen, teilweise mit einschlägiger Erfahrung im Militär. Die Organisatoren engagierten zunächst unerfahrene zivile Fotografen in Russland und ermöglichten ihnen Recherchereisen nach Syrien und in die Ukraine. In dieser Phase traten die Redakteure der Žurnalistskaja Pravda offen als Organisatoren auf. Hinter dem Projekt standen von Anfang an erhebliche Geldmittel, die von einer Propaganda-Agentur zur Verfügung gestellt wurden, die zumindest als kremlnah gilt.

Ab Mai 2014 unternahmen die Organisatoren den Versuch, westliche Journalisten für sich zu gewinnen. Als Köder sollte das Versprechen von großzügigen finanziellen Förderungen im Rahmen eines Wettbewerbes dienen. Die Hintermänner verbargen nun ihre Identität unter dem Vorwand, das Leben von Journalisten schützen zu wollen, was zuvor keine Rolle gespielt hatte. Als Aushängeschilder suchten sie sich relativ unbekannte westliche Journalisten, die nicht viele Fragen stellten und die offensichtliche Dubiosität des Ganzen einfach akzeptierten. Aktuell wird das Propaganda-Projekt in veränderter Form weitergeführt. Unklar bleibt, wie viele westliche Journalisten auf derartige Angebote eingegangen sind, eine wirklich breite Wirkung kann aber bezweifelt werden.

 

Fußnoten

[1] http://zavtra.ru/content/view/veschdoki-sirijskoj-vojnyi/

[2] http://zavtra.ru/media/useruploads_new/georg/v5-23-12-13.jpg

[3] http://zavtra.ru/authors/user/20/

[4] http://ukraina.ru/authors/shurygin/ und http://vestnikkavkaza.net/news/politics/56526.html

[5] http://shurigin.livejournal.com/464489.html

[6] http://jpgazeta.ru/siria-specproekt-siriya-veshchdoki-eto-pravda/

[7] Aybulat Akbutin lebt in Ufa http://vk.com/aibulat und https://www.facebook.com/aibulatakbutin

[8] Halit Safin, ebenfalls in Ufa https://instagram.com/halitsafin/ , https://www.facebook.com/halitsafin und http://postphoto.ru/photo/fotograf-halit-safin

[9] Ilja Kramnik wohnt in Uelen, Jahrgang 1978, aus Moskau, Jurastudium an der Lomonossow-Universität, „Militäranalytiker“ bei lenta.ru, zuvor u.a. Izvestija https://www.facebook.com/i.kramnik | https://twitter.com/kramnik78http://ria.ru/authors/kramnik/

[10] http://www.bashinform.ru/news/608206/

[11] http://jpgazeta.ru/goryachie-novosti-vystavka-veshchdoki-komu-nuzhna-voyna-v-sirii-otkrylas-v-ufe/

[12] Fotograf laut Bildunterschrift: Halit Safin https://www.facebook.com/photo.php?fbid=699832750080613&set=a.113036445426916.16172.100001616829457&type=1&hc_location=ufi

[13] http://vestnikkavkaza.net/articles/society/52560.html und http://www.chechnya.gov.ru/page.php?r=126&id=14818

[14] http://www.kavkaz-uzel.ru/articles/239262/

[15] https://www.facebook.com/ZurnalistskaaPravda/photos/a.420442314733500.1073741827.373409142770151/515611205216610/?type=1&hc_location=ufihttps://www.facebook.com/ZurnalistskaaPravda/photos/a.420442314733500.1073741827.373409142770151/515611205216610/?type=1&hc_location=ufi

[16] https://www.facebook.com/groupsvdoki.ru

[17] https://www.facebook.com/vlad.shurygin/posts/468785306583636?hc_location=ufi

[18] https://www.facebook.com/groupsvdoki.ru/posts/608444555890529

[19] http://jpgazeta.ru/v-moskve-otkroetsya-vyistavka-veshhdoki-ukraina/

[20] http://sobesednik.ru/obshchestvo/20140417-kakuyu-zhest-uvideli-posetiteli-vystavki-veshchdoki-ukraina

[21] http://www.5-tv.ru/news/83006/ und http://www.tvc.ru/news/show/id/36510

[22] http://ria.ru/culture/20140408/1003022426.html

[23] http://zavtra.ru/authors/user/20/articles/ und http://zavtra.ru/authors/user/1865/articles/

[24] Vgl. Christoph Laug: Dokumentation. Prominente Vertreter rechten Denkens in Russland , 2013 http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/159430/dokumentation-prominente-vertreter-rechten-denkens-in-russland?p=all

[25] Vgl. Andreas Umland: Aleksandr Dugin’s transformation from a lunatic fringe figure into a mainstream political publicist, 1980–1998: A case study in the rise of late and post-Soviet Russian fascism, 2010 http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1879366510000242 und Marlene Laruelle: Aleksandr Dugin. A Russian Version of theEuropean Radical Right?, 2006 http://www.wilsoncenter.org/sites/default/files/OP294.pdf

[26] Ausgabe 3 (36), 27. Januar 2014. S. 7 http://jpgazeta.ru/wp-content/uploads/2014/08/JP3_364.pdf

[27] Ausgabe 5 (38), 10. Februar 2014, S. 4 http://jpgazeta.ru/wp-content/uploads/2014/08/JP5_382.pdf

[28] Ebd. S. 7

[29] Ausgabe 11 (44), 24. März 2014, S. 6 http://jpgazeta.ru/wp-content/uploads/2014/08/JP11_442.pdf

[30] http://www.dynacon.ru/content/articles/921/

[31] http://www.dynacon.ru/content/articles/930/

[32] http://www.dynacon.ru/content/articles/952/

[33] http://www.dynacon.ru/content/articles/6107/

[34] Website des Isborsk-Klubs: http://www.dynacon.ru/content/articles/1024/ und http://www.dynacon.ru/content/articles/6095/

[35] Vgl. Andreas Umland: Analyse: Neue rechtsextreme Intellektuellenzirkel in Putins Russland: das Anti-Orange Komitee, der Isborsk-Klub und der Florian-Geyer-Klub, 2013 http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/159429/analyse-neue-rechtsextreme-intellektuellenzirkel?p=all

[36] http://ria.ru/culture/20140516/1008104012.html und http://www.ntv.ru/novosti/973697/

[37] http://zavtra.ru/authors/user/2404/

[38] http://evrazia.org/article/2369

[39] http://www.1tv.ru/news/world/258937

[40] http://www.bashinform.ru/news/631470/

[41] Siehe Fußnote 4

[42] http://www.1tv.ru/news/world/260333

[43] Mittschnitt der Rede am Brandenburger Tor: https://youtu.be/5CTbBNmy_hU

[44] http://www.gratis-in-berlin.de/36-kunst/2015571-fotoausstellung-photographic-exhibition-material-evidence-syria-ukraine Bilder aus der Ausstelleung: http://www.berlinum.ru/blog/ausstellungen/478.html

[45] http://riafan.ru/5213-art-proekt-veshhdoki-siriya-ukraina-to/

[46] http://ria.ru/culture/20140604/1010679401.html

[47] http://kurs.ru/27/10147688

[48] https://cooptv.wordpress.com/2014/06/23/mi-25-juni-veransatltung-im-rahmen-der-ausstellung-material-evidence-ukraine-and-syria-im-ho-berlin-project-space/

[49] http://www.vice.com/de/read/zu-gast-bei-deutschen-putin-fans-montagsdemos-rt-711

[50] http://de.indymedia.org/2008/07/222432.shtml

[51] https://youtu.be/Y9Qd3ob40Gc

[52] https://linksunten.indymedia.org/node/119183

[53] https://linksunten.indymedia.org/de/node/119751

[54] http://grant-jt.com/de/

[55] Coterie Collective: https://www.facebook.com/coteriecollective und http://www.coterie-collective.cc/ , Hillers Adresse: https:[email protected],13.3488,15z/data=!4m2!3m1!1s0x0:0x30dc696c5d04000b und http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/21127-benjamin-hiller.html

[56] https://www.facebook.com/media/set/?set=a.240089002854086.1073741828.237761953086791&type=3

[57] https://www.facebook.com/media/set/?set=a.240094779520175.1073741830.237761953086791&type=3

[58] https://www.facebook.com/media/set/?set=a.240092556187064.1073741829.237761953086791&type=3

[59] https://www.facebook.com/flosmithphotographic/photos/a.384582408142.165133.289766133142/10152347137348143/?type=1 und https://www.facebook.com/coteriecollective/photos/a.240426729486980.1073741831.237761953086791/256271071235879/?type=1&theater

[60] https://www.facebook.com/material.evidence.exhibition/photos/a.1536243253266423.1073741827.1536235799933835/1557767847780630/?type=1 , https://de.foursquare.com/v/material-evidence-exhibition/542d4240498e64aebacf0554 und http://ufa-room.ru/na-vystavke-veshhdoki-siriya-ukraina-v-nyu-jorke-predstavleny-raboty-ufimskix-fotografov-19860/

[61] http://rian.com.ua/world_news/20140922/357371918.html

[62] http://www.nytimes.com/2015/06/07/magazine/the-agency.html

[63] https://youtu.be/CntRGlcmoz0

[64] https://www.facebook.com/material.evidence.exhibition/posts/1561233474100734

[65] http://wearechangevictoria.com/blog/2014/09/08/wacv-movie-night-911-chronicles-truth-rising/

[66] https://www.facebook.com/LukeWeAreChange/photos/a.10150120503333863.289342.251658588862/10152499758373863/?type=1&theater

[67] https://youtu.be/Gh8nphnBwZ8 und https://youtu.be/MSCH59q2Zp0

[68] https://youtu.be/3-Rm-8Irg7E

[69] https://www.facebook.com/events/1492029397713972/

[70] http://hyperallergic.com/153278/nyc-photo-exhibition-vandalized-curator-attacked/

[71] http://www.1tv.ru/news/world/269025 und http://www.ntv.ru/video/990983/

[72] http://blogs.baruch.cuny.edu/concordua/?p=8

[73] http://www.politicalresearch.org/2014/10/08/attack-on-nyc-art-gallery-highlights-fascist-organizing-in-u-s-immigrant-communities/#sthash.EoxlIoeg.dpbs

[74] http://www.rightsectorusa.com/

[75] https://www.facebook.com/rightsectorusa/timeline/story?ut=43&wstart=1388563200&wend=1420099199&hash=8330699929942924398&pagefilter=3

[76] http://www.buzzfeed.com/rosiegray/new-yorks-mysterious-pro-russian-projects-claim-independence#.cuLkVg28qM

[77] http://de.scribd.com/doc/242639882/Statement

[78] http://gawker.com/whos-behind-this-shady-propagandistic-russian-photo-ex-1643938683

[79] http://riafan.ru/196932-vyistavka-material-evidence-rasskazhet-moskvicham-o-pyilayushhih-irake-i-afganistane/ und http://www.5-tv.ru/news/93334/

[80] http://ria.ru/culture/20150115/1042720472.html

[81] https://youtu.be/wclT2R22_-0

[82] https://www.facebook.com/gordana.blazevska.9

[83] https://www.facebook.com/geoffrey.kamadi.1

[84] https://www.facebook.com/sean.kedian

[85] https://www.facebook.com/material.evidence.exhibition/photos/pb.1536235799933835.-2207520000.1437760934./1605387616351986/?type=3&theater und https://cooptv.wordpress.com/2015/02/16/pressekonferenz-zur-ausstellungseroffnung-des-projektes-material-evidence-irak-und-afghanistan-am-19-2-2015/

[86] http://de.qantara.de/content/ausstellung-material-evidence-irak-und-afghanistan

[87] https://www.facebook.com/material.evidence.exhibition/photos/a.1536243253266423.1073741827.1536235799933835/1615744445316303/ und http://www.eventbrewery.eu/en/content/material-evidence-photo-exhibition

[88] http://antikiev.com/ato365/

[89] Video aus der Ausstellung: https://youtu.be/vWrvTDlufkw und Bilder: http://www.ridus.ru/news/182581

[90] http://material-evidence.com/wp-content/uploads/2015/04/Press_release_365.doc

[91] https://www.facebook.com/coteriecollective/info?tab=page_info

[92] Auf der Facebook-Seite von „Material Evidence“: https://www.facebook.com/material.evidence.exhibition/photos/a.1536243253266423.1073741827.1536235799933835/1636870203203727/?type=1&theater

[93] Homepage der Assoziation Journalisten im Kampf um den Frieden e.V. http://www.ajkf.info/#!grants/c21r0

[94] http://ukrainianpolicy.com/new-yorks-anti-ukrainian-art-gallery-and-the-far-right-russian-network-behind-it/

[95] http://www.list-org.com/company/4642084

[96] Siehe Impressum S. 2 http://jpgazeta.ru/wp-content/uploads/2014/08/JP3_364.pdf

[97] http://globalvoicesonline.org/2015/07/13/open-source-information-reveals-pro-kremlin-web-campaign/

[98] http://www.stopfake.org/en/leaked-correspondence-shows-agency-s-trolling/

[99] http://b0ltai.org/2014/05/26/%D1%87%D0%B0%D1%81%D1%82%D1%8C-%D0%BF%D0%B5%D1%80%D0%B2%D0%B0%D1%8F-%D0%B7%D0%BE%D0%BB%D0%BE%D1%82%D0%BE-%D1%82%D1%80%D0%BE%D0%BB%D0%BB%D0%B5%D0%B9/ – Downloadlink nicht mehr aktiv, siehe Fußnote [101]

[100] Mail vom 18.12.2013 12:14:33 von [email protected] an an [email protected]: http://de.euromaidanpress.com/wp-content/uploads/sites/2/2015/08/100-kenter-group76a6k.jpg

[101] ZIP-Datei mit diversen Emails aus dem Hack, die die Žurnalistskaja Pravda und den Fregat-Verlag betreffen (EML-Format); Originales Leak (510MB); Torrent (Leak befindet sich in Слив нашистов 2/dzalba1.rar)

[102] Tabelle mit der Summe von 38.000 Rubel für die Ausgaben 21 und 22 in der Mail vom 10.10.2013 12:35:23 von [email protected] an [email protected], Beleg mit Unterschrift über 76.000 Rubel für die Ausgaben 26, 27, 28 und 29 in der Mail vom 10.12.2013 14:52:07 von [email protected] an [email protected],  Tabelle mit einem „Zahlungsauftrag“ über 48.000 Rubel an den Fregat-Verlag in der Mail vom 13.12.2013 14:20:26 von [email protected] an [email protected]. Eine weitere Abrechnung von Vorauszahlungen für die JW in der Mail vom 12.02.2014 16:32:35von  Maya Konoplevich< [email protected]> an [email protected] Subject: „декабрь – ЖП Name der Datei im Anhang: второй транш ЖП авансовый отчет“

[103] Excel-Tabelle im Anhang der Mail vom 07.03.2014 07:27:23 von Maya Konoplevich <[email protected]> an [email protected]. Ferner diverse handschriftliche Abrechnungen und Quittungen (ZIP-Datei)

[104] Mail “дебет-кредит июль-декабрь” vom 05.01.2014 14:13:43 von Maya Konoplevich <[email protected]> an [email protected] (EML-Format) mit einer Excel-Tabelle im Anhang. Rechte Seite, November, Posten 11

[105] Mail vom 10.01.2014 08:22:38 von [email protected] an [email protected]

Artikel von: Recherchekollektiv “Kentrails”
Quelle: Recherchekollektiv “Kentrails” auf Facebook
Quelle: Teil 1 auf Indymedia Linksunten
Quelle: Teil 2 auf Indymedia Linksunten

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