Sender Gleiwitz X.0 – In der Luhansker Volksrepublik werden ukrainische Uniformen gefälscht

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Empfehlung, Krieg im Donbas, Nachrichten

Artikel von: Euromaidan Press (engl.)
Quelle: Euromaidan Press (engl.) 11. August 2015
Quelle: ATO-Pressezentrum Facebook 10.8.2015

In einer Fabrik in der sogenannten „Luhansker Volksrepublik“ (LVR) Uniformen genäht, die die Uniformen der ukrainischen Streitkräfte imitieren und von russischen und terroristischen Kräften genutzt werden sollen, um in der Ostukraine Provokationen zu inszenieren, berichtete das Hauptquartier der ATO (Anti-Terror-Operation) am Montag den 10. August am Abend.

Die Terroristen haben die Absicht, diese Provokationen in der Ostukraine zu inszenieren, um das ukrainische Militär zu beschuldigen, den Konflikt zu eskalieren. Die Uniform-Fälschungen werden in einer Fabrik in Swerdlowsk genäht, einer Stadt in der Oblast Luhansk, die außerhalb der Kontrolle Kyiws ist, berichtete die ATO.

„Nach unseren gegenwärtigen Informationen bereitet der Feind aktiv Provokationen vor und versucht damit, mit allen Mitteln die Streitkräfte der Ukraine zu beschuldigen, den Konflikt anzuheizen“, stellte die ATO fest. „So näht eine Kleiderfabrik in Swerdlowsk, in der Oblast Luhansk, 200 Sätze Kopien ukrainischer Uniformen – mit Dienstgradabzeichen und Verbandsaufnähern” (‚chevrons and patches’).

Der russische Soldat Nikolai Koslow (links) in einer ukrainischen Uniform der Polizeitruppe "Berkut". Foto von der Vkontakte-Seite seines Vaters. Mai 2014

Der russische Soldat Nikolai Koslow (links) in einer ukrainischen Uniform der Polizeitruppe “Berkut”. Foto von der Vkontakte-Seite seines Vaters. Mai 2014

Die Tatsache, dass die Terroristen die einheimische Bevölkerung wiederholt terrorisiert haben und dabei ukrainische Uniformen trugen, legt es nahe, dass sie wieder zu einer solchen Taktik greifen werden. [Anm. d. Übers.: Nicht nur in der Ostukraine wird und wurde zu dieser Taktik gegriffen: der Fallschirmjäger Nikolai Koslow wurde für einen Einsatz auf der Krim ausgezeichnet, bei dem er und seine Kameraden in der Uniform der ukrainischen Bereitschaftspolizei „Berkut“ agierten – Bild in diesem Bericht. Durch die Mitteilungsfreudigkeit der russischen Soldaten sind solche Missbräuche z.b. auf vkontakte gut dokumentiert. Das Bild von Koslow in „Berkut“-Uniform wurde gar von seinem Vater auf dessen Seite gepostet. Es sollen auch während der blutigen Ereignisse auf dem Maidan russische Soldaten in „Berkut“-Uniformen gesteckt haben.]

Früher an diesem Montag sagte der Sekretär des Nationalen Verteidigungsrats, Oleksandr Turtschinow, dass die russischen Geheimdienste nach den vorliegenden Informationen in den okkupierten Territorien in der Ostukraine Provokationen vorbereiten, die auf hohe Opferzahlen angelegt sind. „Dieses blutige Verbrechen wird unter der Tarnung von angeblichen Angriffen durch die ukrainischen Streitkräfte organisiert werden, als Antwort auf zahlreiche Provokationen.

Nachtrag: alle bewaffneten Kräfte, die in der Ostukraine gegen die ukrainischen Anti-Terror-Kräfte kämpfen, sind nicht durch die Genfer Konventionen geschützt und zu Kriegshandlungen nicht berechtigt.

Kombattanten sind nach dem humanitären Völkerrecht Personen, die unabhängig von der Rechtmäßigkeit des Konflikts zu Kriegshandlungen berechtigt sind. Dies erlaubt dem Kriegsgegner die gezielte Bekämpfung und Tötung der uniformierten Kombattanten, ermöglicht diesen jedoch auch eine Behandlung nach den Regeln der Genfer Konventionen, beispielsweise den Status als Kriegsgefangener im Fall einer Gefangennahme. Sie verlieren den geschützten Kombattantenstatus, wenn sie nicht unterscheidbar von Zivilpersonen kämpfen, ihre Waffen nicht offen tragen oder die Uniform ihres Kriegsgegners tragen.

 

 

Artikel von: Euromaidan Press (engl.)
Quelle: Euromaidan Press (engl.) 11. August 2015
Quelle: ATO-Pressezentrum Facebook 10.8.2015

Übersetzt von: Übersetzerteam Euromaidan Press auf Deutsch

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